Der Schatten von St. Pauli – Der Fall Fritz Honka

Shownotes

Ein Klopfen. Leise. Fast zu leise, um gehört zu werden. In dieser Folge geht es um den Fall Fritz Honka. Einen Mann, der mitten in Hamburg lebte. Und doch für viele unsichtbar blieb. Wir sprechen über die späten 1970er Jahre. Über St. Pauli. Über Nächte voller Alkohol. Und über Frauen, die am Rand der Gesellschaft standen. Was macht einen Täter wie Honka aus? Und warum dauerte es so lange, bis jemand hinsah? Diese Folge blickt nicht nur auf die Taten. Sondern auch auf das Umfeld. Auf das Wegsehen. Und auf die Frage, was bleibt. — Instagram: https://www.instagram.com Hintergrundsound: https://www.epidemicsound.com

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Transkript anzeigen

00:00:00: Der Geruch von Alpenholz und verschütteten Bier liegt in der Luft.

00:00:05: Eine flackernde Mioen-Reklame taucht den Raum in ein müdes Licht.

00:00:10: An der Theke sitzt eine Frau, die schon viele Abendliche verbracht hat.

00:00:15: Ihr Gesicht erzählt von Jahren, die vergangen sind und von Hoffnungen, die leiser wurden.

00:00:21: Ein Mantre zu ihr.

00:00:22: Das Glas in seiner Hand spiegelt den Rest eines Lebens wieder das er nicht mehr recht greifen kann.

00:00:29: Er lächelt – ein Lächer, dass man verspricht als es halten kann.

00:00:34: Ein Drink?

00:00:35: Faktaleise.

00:00:37: Und in dieser kleinen Geste, in diesem flüchtigen Moment liegt der Beginn einer Geschichte die niemand so erwartet hätte.

00:00:50: Ich bin Susanne und das ist was bleibt.

00:00:53: In diesen Podcast erzähle ich wahre Geschichten aus der Vergangenheit Geschichten über Orte Ereignisse und Verbrechen Die Spuren hinterlassen haben.

00:01:03: Wir reisen dafür in andere Zeiten Besuchung historische Orte und schauen uns an was dort einmal geschehen ist und was davon heute geblieben ist.

00:01:14: Neue Folgen erscheinen auf allen gängigen Plattformen, wo es Podcast gibt.

00:01:21: Bevor wir weitergehen ein kurzer Hinweis Diese Geschichte enthält Inhalte die schwer auszuhalten sein können.

00:01:28: Es geht um Gewalt an Frauen und sehr belastende Ereignisse.

00:01:33: Nimmt euch die Freiheit eine Pause zu machen oder diese Folge zu überspringen.

00:01:38: wenn es sich für euch nicht richtig anfühlt abblickt ein Junge das Licht der Welt.

00:01:48: Sein Name?

00:01:50: Fritzonka.

00:01:52: Zu dieser Zeit ahnt niemand, welche Wege einmal gehen wird.

00:01:56: Doch schon als Kind wächst er in einer Welt auf die von Härte geprägt ist.

00:02:01: Der Vater trinkt viel Und wenn er trinkts wird er laut Unberechenbar aggressiv.

00:02:08: Für die Kinder gibt es keinen sicheren Ort Keine Ruhe keine Verlässlichkeit.

00:02:14: Was bleibt sind Momente, die sich einprägen.

00:02:17: Zu früh zu tief und genau hier beginnt diese Geschichte.

00:02:25: Ein Junge gerade einmal elf Jahre alt das Jahr ist neunzehnt sechsundvierzig Sein Vater ist tot.

00:02:33: Ein Mann gezeichnet von dem was hinter ihm liegt.

00:02:36: Die Zeit im Konzentrationslager hat Spuren hinterlassen Spuren die man nicht sieht aber die bleiben.

00:02:44: Man vermutet dass er daran zerbricht Nicht sofort, aber Stück für Stück.

00:02:49: Für den Jungen bleibt nur die Lehrstelle und sie wird größer Denn im selben Jahr geht auch seine Mutter.

00:02:57: Elsa Honka arbeitet als Putzfrau.

00:02:59: Sie versucht in Alltag zusammen zu halten Aber irgendwann reicht es nicht mehr.

00:03:05: Die Umstände lasst das Leben – sie verlässt die Familie Und zurück bleibt ein Kind dass plötzlich keines mehr sein kann.

00:03:13: Kein Halt keine Orientierung Nur das, was er bis dahin gelernt hat.

00:03:19: Alkohol Gewalt Unberechenbarkeit Dinge die sich festsetzen leise aber dauerhaft.

00:03:26: und vielleicht beginnt genau hier etwas was ich später nicht mehr aufhalten lässt Es ist die Nachkriegszeit der frühen Fünfziger.

00:03:37: In der Schule ist der Ton rau Die Erwartung klar Wenn dich mithält fällt auf.

00:03:42: Und so steht ein schmaler Junge klein in seiner Statue.

00:03:45: Seine Stimme stolpert wenn er sprechen will.

00:03:48: Die anderen lachen, sie sind unabitterlich.

00:03:52: Damals in den Fünfzigern gab es wenig Verständnis.

00:03:57: Wer anders war, war allein und Fritz mit seinen geringen Selbstwertgefühl spürte das jeden Tag.

00:04:06: Man stelle sich vor Ein Jungem der jeden Tag spürt dass er nicht dazugehört In einer Zeit an der es kaum Hilfe gab Wo Härte und Sport den Ton angaben.

00:04:17: Und so lernt er Sich klein zu fühlen.

00:04:20: Das ist normal Und diese Unsicherheit wird sein ständiger Begleiter.

00:04:26: Er verlässt die Schule in January, mit sechszehn.

00:04:30: Keine Perspektive aber die Pflicht irgendwie Geld zu verdienen!

00:04:34: Er wird Hilfsarbeiter.

00:04:36: Versucht sich auch als Maurer.

00:04:38: Doch die Gesundheit spielt nicht mit – er gibt auf.

00:04:43: Nachdem er die Arbeit als Maurere aufgeben muss weil sein Körper nicht mehr mitmacht bleibt ihm wieder nur eines weiterziehen.

00:04:51: Weg von dem was nicht funktioniert hat weg von dem was gescheitert ist.

00:04:56: Er geht nach Westdeutschland, dorthin wo man Arbeit findet wenn man bereit ist sie anzunehmen die Landwirtschaft körperliche Arbeit frühes Aufstehen lange Tage ein Umfeld ein neues Kapitel vielleicht in einem kleinen Ort Bockhöfe eine Genossenschaft Menschen die sich kennen Menschen die beobachten und Menschen die reden.

00:05:23: In solchen Dörfern bleibt nichts lange verborgen Blicke werden länger, Gespräche leiser.

00:05:28: Aber nie wirklich still – mittendrin Fritz Honker!

00:05:35: Er versucht anzukommen, teilzuwerden von etwas und dann ist er Margot eine Landarbeiterin.

00:05:42: Die Begegnung wirkt unscheinbar fast beiläufig zwei Menschen die beide ihren Platz suchen.

00:05:49: doch aus dieser Begegenung wird mehr.

00:05:51: Margot wird schwanger ein Kind Ein Sohn Und für einen Moment könnte man glauben, dass hier etwas entsteht das Halt geben kann.

00:06:00: So etwas wie Familie.

00:06:03: Aber dieser Moment bleibt nicht.

00:06:05: Was bleibt ist Verantwortung Pflicht und Unterhaltszahlung Und wieder dieses Gefühlen nicht wirklich anzukommen.

00:06:13: Im Dorf wird darüber gesprochen Nicht laut aber ständig Ein Name der immer wieder fällt Und während die anderen erzählen lebt er weiter mittendrin Zwischen Erwartung, zwischen Blicken und zwischen einer Vergangenheit die nicht loslässt.

00:06:38: Es ist als würde sie sich etwas wiederholen nur in einem anderen Ort mit anderen Menschen und doch mit dem gleichen Gefühl.

00:06:46: In den letzten Jahren war es so, dass das Leben ein anderes ist.

00:06:50: Fritz Honker verlässt Mutter und Kind zahlt keinen Unterhalt.

00:06:55: er geht nach Hamburg in den Stadtteil St.

00:06:56: Pauli.

00:06:58: dort ist das Leben mein anderes.

00:07:00: Hamburg in den Fünfzigern ist im Aufbruch, die Spuren des Krieges verblassen langsam.

00:07:06: Überall wird gebaut gearbeitet, diversen Brummen und dort findet auch Arbeit.

00:07:12: St.

00:07:12: Pauli ein Viertel voller Kontraste – die Straßen eng belebt, Kneipen kleine Geschäfte, Hafmarbeiter Matrosen Vergnügungssuchende.

00:07:23: Die Stadt ist trau aber auch voller Möglichkeiten.

00:07:26: In den Werkstätten wird geschweißt und gehemmert.

00:07:29: Es ist eine Zeit, in der man hart arbeitet und hart feiert.

00:07:34: Doch für Fritz bleibt die Stadt ein Ort, der hektisch ist laut und ihn nicht wirklich trägt.

00:07:39: Inmitten der Menschen bleibt er allein Und seine Geschichte nimmt im Schatten der Stadt ihren Lauf Erarbeitet nur auf der Werft.

00:07:50: Der Lohn ist gut das Geld kommt regelmäßig.

00:07:53: Zum ersten Mal wirkt es als würde sich etwas stabilisieren doch nach Feierabend beginnt ein anderes Leben Lang Pauli in den späten Fünfzigern ein Viertel, das nicht still steht.

00:08:04: Lichter Musik stimmen die durcheinander gehen Kneipen rein sich aneinander Hinter den Türen Wärme lärm und enge Matrosen Arbeiter Menschen auf der Suche nach Ablenkung Und mittendrin Fritz Honka.

00:08:21: Am Anfang ist es nur ein Mitgehen Ein Bier nach der Arbeit Dann noch eins Gespräche Gelächter Das Gefühl für einen Moment dazu zu gehören.

00:08:32: Daraus diesen Momenten werden Gewohnheiten und aus Gewohnhalten wird etwas, das sich fest setzt.

00:08:39: Der Alkohol wird mehr – leiser zuerst dann bestimmender!

00:08:44: Er hilft Dinge zu verdrängen die Unsicherheit, die Vergangenheit….

00:08:49: Und irgendwann ist er nicht nur der Teil des Abends sondern ein Teil von ihm.

00:08:56: Es ist neunzehnundhalb sechsundfünfzig als sein schwerer Auto-Unfall seinen Leben markiert.

00:09:01: Fritz überlebt doch etwas bleibt für immer Seine Nase wird schief, sein Auge schielt.

00:09:08: Ein Gesicht das nun gezeichnet ist in einer Welt, in der das Äußere zählt.

00:09:15: Die Unsicherheit die er schon als Kind kannte wächst.

00:09:19: Sein Spiegelbild zeigt ihm jeden Tag dass er anders ist und mit jedem Blick singt das was ohnehin schon zerbrechlich war.

00:09:27: Seinen Selbstvertrauen!

00:09:30: In einer Stadt voller Gesichter fühlt er sich noch unsichtbarer.

00:09:34: Der wird noch fester, um das alles zu betäuben.

00:09:42: Er ist in den letzten Jahren und zum ersten Mal scheint sich etwas zu verändern.

00:09:49: Zwischen all den Nächten, dem Lärm, dem Alkohol passiert etwas, dass das leise beginnt.

00:09:56: Auf der Reperbahn in einer dieser Kneipen trifft er sie Inge Mitte zwanzig mitten im Leben.

00:10:03: Sie reden, sie trinken Und schnell wird klar, da ist es etwas, was sie verbindet – der Alkohl Ein gemeinsamer Rhythmus, ein gemeinsames Wegdriften.

00:10:14: Doch für Fritz Honker ist es mehr!

00:10:17: Zwischen all dem Lärm entsteht ein Gedanke.

00:10:20: Vielleicht kann der es diesmal anders sein?

00:10:24: Die beiden ziehen gemeinsam durch die Nächte von Bar zu bar und von einen Abend zum nächsten.

00:10:30: Und während alles um sie herum laut ist wird etwas in ihm immer stiller.

00:10:35: Eine Vorstellung wächst – von Nähe, von Zukunft, von einem Leben das Halt

00:10:40: gibt.".

00:10:43: Er hat Arbeit, ein Einkommen, etwas worauf man aufbauen könnte.

00:10:48: Also stellt er die Frage, einen Antrag und Inge?

00:10:52: Inge, die sagt ja!

00:10:54: Für einen Moment scheint alles möglich doch ihr Leben bleibt wie es begonnen hat in den Kneipen, in den Nächten im flaggernen Licht von St.

00:11:02: Pauli.

00:11:03: Und irgendwo dazwischen liegt eine Zukunft, die noch nicht greifbar ist.

00:11:14: der hätte alles ändern können.

00:11:16: Doch für Fritz wird das Trinken noch mehr, die Nächte länger, die Kneipen

00:11:20: häufiger.".

00:11:23: Er betrügt Inge, man sagt es wurde laut.

00:11:26: Schreie zerschlanges Geschirr ein Zuhause dass kein zu Hause mehr war.

00:11:31: Gewalt liegt in der Luft so sagt man.

00:11:34: Dann verliert Fritz seine Arbeit Die Miete bleibt aus Sie werden aus der Wohnung geworfen Plötzlich sind sie den städtischen Unterkünften Der Abstieg spürbar Und Inge trennt sich.

00:11:51: Doch dann, in den Sechzigern, geschieht er das Unerwartetes.

00:11:56: Sie finden wieder zueinander eine Versöhnung und schließlich einer erneute Heirat als würde ein Funken Hoffnung trotz all der Brüche aufblitzen inmitten eines Lebens dass bereits so viel verloren hatte.

00:12:09: Ein weiteres Kind wird geboren – ein zweiter Sohn!

00:12:13: Ein neuer Anfang könnte man denken.

00:12:16: noch eine Chance?

00:12:18: Noch einen Versuch alles anders zu machen.

00:12:23: Doch manche Dinge ändern sich nicht, der Alkohol bleibt und mit ihm die Wut.

00:12:29: Im Zuhause wird es wieder laut Stimmen überschlagen sich Türen schlagen zu Ein Leben das kein Halt kennt.

00:12:37: Für Inge ist es der Moment an dem etwas zerbricht Entgültig sie geht.

00:12:42: Diesmal kommt sie nicht zurück.

00:12:45: Für Fritz Honker ist es mehr als nur eine Trennung.

00:12:48: Es ist ein Absturz Ein Punkt, an dem nichts mehr bleibt woran er sich festhalten kann.

00:12:54: Die Tage verlieren ihre Struktur Sie verschwimmen.

00:12:58: Alkohol wird zum Dauerzustand Stunden werden zu Nächten und Nächte zutagen Und alles dazwischen verliert Ihre Bedeutung.

00:13:07: Er ist allein wirklich allein.

00:13:11: Doch irgendwo zwischen alldem Chaos kommt wieder Bewegung ein neuer Job Nachtwächtig auf einer Werft Arbeit wenn alles andere schläft.

00:13:21: Und vielleicht passt genau das.

00:13:23: Keine Fragen, keine Erwartungen nur Dunkelheit und Zeit.

00:13:28: Er zieht in eine kleine Wohnung eng still ein Ort der kaum Raum lässt.

00:13:33: wieder für was Neues noch Verhoffnung.

00:13:36: Und doch ist es genau hier wo sein Leben weiter geht leise unerfällig und immer weiter in die gleiche Richtung.

00:13:45: er beginnt sich tiefer in die Nächte zu bewegen dort hin wo das Licht schwächer wird Sexshops, Strip-Clubs, Bordelle.

00:13:54: Orte die nichts fragen, orte die einfach da sind.

00:14:00: und dann ist er diese eine Kneipe zum goldenen Handschuh.

00:14:05: ein Ort der nicht glänzen will, der nichts versteckt.

00:14:09: hier sitzen die die sonst nirgendwo mehr sitzen Alkoholiker, Sexarbeiterinnen Menschen die durch die Raster gefallen sind Und mitten drin Fritz Honka.

00:14:21: Hier gehört er hin oder zumindest fühlt es sich so an.

00:14:26: Die Gespräche sind bruchstückhaft, das Lachen oft zu laut und über all dem liegt der schwere Geruch aus Alkohol und Müdigkeit.

00:14:36: Und dann sind da die Frauen, älter gezeichneter vom Leben – oft ohne festen Platz!

00:14:43: Zu ihnen führte sich hingezogen.

00:14:46: Warum genau?

00:14:47: Das lässt sich nicht klar sagen.

00:14:49: Vielleicht ist es Zufall vielleicht auch nicht.

00:14:52: Vielleicht hat es etwas mit dem Verlust zu tun, mit dem was früh gefehlt Aber es bleibt bei einer Vermutung.

00:15:01: Was sicher ist, er bleibt, dringend beobachtet und bewegt sich immer tiefer in eine Welt aus der es kaum einen zurückgibt.

00:15:12: Es gibt Orte die verändern sich kaum – egal wie viele Jahre vergehen!

00:15:16: Mitten auf St.

00:15:17: Pauli, auf dem Hamburger Berg öffnet in den letzten Jahren eine Kneibe ihre Tür.

00:15:23: Zum goldenen Handschuhe ist ihr Name.

00:15:26: Gegründet von Herbert Nürnberg ein Boxer Europameister Ein Mann, der einmal im Rampenlicht stand.

00:15:33: Der Name der Kneipe ist kein Zufall.

00:15:37: Golden Gloves – ein Titel, ein Sieg.

00:15:40: Und doch wird dieser Ort kein Ortesglanzes sein.

00:15:44: Nicht wirklich.

00:15:46: Von Anfang an zieht er andere Menschen an Die die bleiben Die, die nicht mehr weiterziehen.

00:15:55: Tag und Nacht geöffnet Ohne Pause ohne Stillstand.

00:15:59: Hier verschwimmen Zeiten.

00:16:01: Morgens fühlt sich an wie nachts Und nachts, wie ein endlöser Moment.

00:16:07: Die Jahre vergehen und der Handschuh wird zu etwas eigenem Ein Treffpunkt für Kiezgrößen Für Gestrandete Für die, die einen Platz suchen Egal welchen.

00:16:19: Und irgendwann sitzt auch er dort Fritz Honka Unabhängig Wie viele andere Ein Gast unter Gästen.

00:16:27: Zu diesem Zeitpunkt an noch niemand Welche Geschichte sich später an diesem Ort verbinden wird.

00:16:34: Was hier beginnt Wirkt alltäglich, fast bedeutungslos und genau darin liegt das Unheimliche.

00:16:43: Denn manche Orte tragen Geschichten in Sicht die erst viel später sichtbar werden.

00:16:50: Die Frauen den er hier begegnet tragen ihr Leben mit sich In ihren Gesichtern, in ihren Bewegungen.

00:16:57: Piele von ihnen haben längst mehr verloren als sie noch festhalten können Und genau das macht sie verletzlich.

00:17:04: Vielleicht sind Sie deshalb für Fritz Honka so leicht zu erreichen Nicht weil sie es wollen, sondern bei ihnen oft keine Wahl bleibt.

00:17:16: Und dann ist da dieses Bild das sich wiederholt zum goldenen Handschuhe gedämpftes Licht schwere Luft und er wie er durch den Raum geht langsam fast beiläufig.

00:17:29: in der Hand ein Glas.

00:17:30: sein Blick bleibt hängen bei einer Frau die allein sitzt.

00:17:34: Es beginnt unscheinbar Ein Schritt näher ein paar Worte einen Angebot ein Drink Eine Szene, wie sie ja jeden Abend passieren könnte.

00:17:49: Und vielleicht ist genau das das Beunruhigende?

00:17:54: Das es so gewöhnlich wirkt – also vertraut!

00:17:57: Zu diesem Zeitpunkt ist er thirty-fünf Jahre alt.

00:18:00: Doch sein Gesicht erzählt etwas anderes.

00:18:03: Die Jahre haben Spuren hinterlassen.

00:18:05: Der Alkohol die Nächte der ständige Raubbaum eigenen Körper erwirkt älter als er ist.

00:18:12: Müder und während er dort steht, mit seinem Glas in der Hand wirkt alles für einen Moment fast normal.

00:18:20: Bis man beginnt genauer hinzuschauen.

00:18:22: Fritz lebt in seinem eigenen Rhythmus, der sich immer wiederholt Arbeit irgendwie auf der Werft Doch selbst dort ist er selten wirklich klar.

00:18:33: Der Alkohol ist längst kein Begleiter mehr.

00:18:36: Er ist ein Zustand geworden Und wenn der Tag endet, beginnt das was für ihn wichtiger ist Die Nächte.

00:18:43: Er zieht los, von Kneipe zu Kneipe, von Bar zu Bar.

00:18:48: Durch St.

00:18:48: Pauli – immer auf der Suche nach Kontakt, nach Nähe oder zumindest etwas das sich so anfühlt.

00:18:55: Dabei entwickelt er feste Routinen, Abläufe die sich wiederholen.

00:19:00: Er verbringt viel Zeit mit Frauen aus dem Milieu Begegnungen die oft flüchtig bleiben.

00:19:06: Seine Vorstellungen von Nähe werden immer extremer, härter grenzüberschreitender.

00:19:12: in seiner Wohnung setzt sich das fort.

00:19:14: Die Wände sind dekoriert mit pornografischen Bildern, ein Raum der mehr über ihn erzählt als Wort ist könnten und wenn keine Frau da ist findet er Ersatz.

00:19:26: auch das gehört zu seinem Alltag.

00:19:29: doch egal was er tut die Lehre bleibt sie verschwindet nicht.

00:19:33: und so dreht sich alles weiter Tag für Tag Nacht für Nacht Ein Kreislauf aus dem er nicht mehr herausfindet und der ihn immer weiter von allem entfernt was einmal Halt hätte geben können.

00:19:47: Dezember, neunzehnhundertsiebzig.

00:19:50: Ein weitere Abend erbegehen wie viele zuvor.

00:19:53: Die Luft ist schwer die Stimmen sind laut.

00:19:56: Im goldenen Handschuh setzt sie.

00:19:59: Zweiundvierzig Jahre alt Ihr Name?

00:20:02: Gertrud Breuer.

00:20:04: Auch Sie trägt ihre Geschichte mit sich.

00:20:06: Die Jahre haben Spuren hinterlassen nicht nur sichtbare.

00:20:15: Manchmal reicht das nicht.

00:20:17: Und dann gibt es Wege, die mein Geht weil man sie gehen muss.

00:20:22: An diesem Abend trifft er zu ihr Fritz Honka In der Hand ein Glas Ein kurzes Zögern und dann die Frage Einen Schnaps Eine kleine Geste Und doch eine.

00:20:34: die Wirkung zeigt.

00:20:36: Sie fühlt sich gesehen Vielleicht sogar ein wenig geschmeichelt.

00:20:41: Es ist ein Moment der unscheinbar wirkt Wie viele andere zuvor zwei Menschen, die sich begegnen.

00:20:47: In einer Welt in der solche Begegnung oft flüchtig bleiben.

00:20:52: Für sie ist es auch eine Möglichkeit – ein Abend, der vielleicht etwas einbringt, ein bisschen mehr Geld und Sicherheit.

00:21:03: Und so beginnt etwas das nach außen ganz gewöhnlich erscheint.

00:21:07: Ein Gespräch, ein Drink, einen Moment, der kaum auffällt!

00:21:11: Doch wird genau dieser Moment später eine andere Bedeutung bekommen….

00:21:17: Nach einigen Drinks verlassen sie die Kneipe.

00:21:20: Die Nacht hat sie längst umschlossen.

00:21:22: Gemeinsam gehen Sie in seine Wohnung, Ein Ort der nichts von Leichtigkeit hat!

00:21:27: Die Stunden vergehen, Getränk um Getränke... Die Nacht zieht sich wird schwerer und langsamer Und irgendwann kommt er morgen leise unaufhaltsam.

00:21:38: Mit ihm kommt die Nüchternheit.

00:21:42: Und mit der Nüchterneit verändert sich etwas, wie Stimmung kippt.

00:21:47: Was in der Nacht noch verschwommen war, wird klarer.

00:21:52: Zu klar!

00:21:53: Gertrud Breuer will gehen.

00:21:55: Ein einfacher Wunsch Aufstehen gehen zurück in ihr eigenes Leben.

00:21:59: Doch Fritz Honka lässt sie nicht.

00:22:01: Vielleicht ist es die Angst allein zu sein Vielleicht auch etwas anderes.

00:22:07: Sie besteht darauf Und in diesem Moment kippt etwas an ihn Gut ein Gefühl das schnell wächst Unkontrolliert.

00:22:14: Er packt sie am Arm hält sich fest, zu fest.

00:22:17: Sie schreit ein kurzer verzweifelter Versuch, sich zu lösen.

00:22:21: Doch es reicht nicht.

00:22:23: Seine Hände gehen an ihren Hals Er wirkt sie Immer weiter bis sie sich nicht mehr wehren kann Bis sie still wird.

00:22:34: Und in dieser Stille hört ihr Leben auf Ein Moment der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

00:22:41: Was wenige Stunden zuvor so beiläufig begann endet hier Entgültig wird sein erstes Opfer.

00:22:52: Jetzt ist es still, zu still.

00:22:55: und mit dieser Stille kommt ein Gedanke – ein Problem!

00:22:59: Fritz Honker steht in seiner Wohnung und weiß das.

00:23:02: hier lässt sich nicht verstecken.

00:23:04: Nicht einfach so.

00:23:06: Er ist nicht stark genug um ihren Körper fortzuschaffen.

00:23:10: Nicht unauffällig, nicht in diesem Haus.

00:23:12: Das ist ein Mehrfamilienhaus.

00:23:15: Dünne Wände, fremde Türen Menschen die jederzeit im Treppenhaus gehen könnten.

00:23:23: Und so trifft er eine Entscheidung.

00:23:25: Keine Schnelle, keine Leichte – aber eine die alles verändert!

00:23:30: Erholt eine Säge.

00:23:32: Was dann folgt passiert nicht in einem Moment sondern in die Tappen.

00:23:36: Schritt für Schritt.

00:23:38: Danach verpackt er was übrig ist…in Papier.

00:23:41: Sorgfältig fast mechanisch.

00:23:44: Er trägt die Teile nach draußen.

00:23:46: Verkrebt sie.

00:23:47: Doch nicht alles.

00:23:49: Nur das, was sich tragen lässt.

00:23:51: Der Rest bleibt zurück zu groß, zu auffällig.

00:23:54: Und so bringt er den Torse auf dem Dachboden – ein Ort der selten betreten wird!

00:24:00: Ein Ort, der Dinge verbirgt.

00:24:02: Danach versucht er

00:24:03: weiterzumachen.".

00:24:06: Als wäre nichts passiert?

00:24:07: Arbeiten trinken?

00:24:09: Nächte die ineinander übergehen?

00:24:11: Doch etwas ist anders.

00:24:13: immer da…ein Gedanke, der bleibt Die Angst dass jemand etwas merkt, das jemand fragt Das was er verborgen hat doch nicht verborgend bleibt.

00:24:24: Er weiß, dass er nicht allein war in diesem Abend.

00:24:26: Das Blick ihn verfolgt haben.

00:24:29: Im goldenen Handschuh hat man ihn gesehen.

00:24:33: Wer mit ihr geht?

00:24:35: Mit Gertrud Preuer Richtung Tür Richtung Nacht.

00:24:38: Und solche Bilder bleiben hängen Gerade an einem Ort, an dem jeder jeden kennt.

00:24:43: Dieser Gedanke lässt ihn nicht los Dass jemand sich erinnert, dass jemand spricht Dann die Polizei erwartet darauf Tag für Tag Jedes Geräusch im Treppenhaus könnte es sein, jeder Schritt vor der Tür.

00:24:59: Ein Klopfen ein Ende.

00:25:01: Doch nicht passiert!

00:25:04: Die Tage vergehen dann Wochen und die Tür bleibt geschlossen.

00:25:08: Keine Fragen keine Stimmen nur Stille eine Stille die nicht beruhigt sondern lauter wird denn mit jedem Tag wächst etwas anderes die Gewissheit dass er damit durchkommt.

00:25:24: November Ein Jahr ist vergangen.

00:25:28: Die Erde wird aufgerissen, ein Bauarbeiter stößt auf etwas das dort nicht hingehört.

00:25:36: Zuerst nur einen Moment des Zweifelns dann Gewissheit.

00:25:40: Teile eines Körpers was verborgen war kommt ans Licht die Polizei wird gerufen.

00:25:46: Ermittler beginnen die Spuren zusammenzusetzen.

00:25:49: und schließlich ein Name Gertrud Borja.

00:25:53: sie wurde vermisst gemeldet.

00:25:55: jetzt gibt es eine Antwort oder zumindest ein Teil davon.

00:26:00: Doch das, was folgt ist kein lauter Aufschrei, kein großer Druck keine intensive Suche zu damaligen Zeit den Frauen wie sie nicht im Mittelpunkt.

00:26:12: ihre Geschichten werden leiser erzählt schneller vergessen und so verläuft sich die Spur.

00:26:18: der Fall wird nicht weiter verfolgt keine Konsequenzen keine Verbindung die gezogen wird Und während draußen die Erde wieder glattgezogen wird, geht das Leben weiter.

00:26:31: Auch für Fritz Honka.

00:26:33: Er bleibt unbehelligt.

00:26:35: Vorerst!

00:26:38: Für Fritz Honker bedeutet das vor allem eins – es gibt keine Konsequenzen.

00:26:43: Keine Grenze dient stoppt und so geht's weiter wie zuvor nur anders.

00:26:48: Häufiger, ungehämter….

00:26:50: Die Nächte werden intensiver.

00:26:53: Er sucht weiterhin den Kontakt zur Sexarbeiterin ….

00:26:56: doch etwas hat sich verschoben.

00:26:58: Sein Verhalten wird forderner, Grenzen die vorher vielleicht noch da waren, verschwinden – er verlangt Dinge, die über das hinausgehen was zuvor war.

00:27:09: und in all dem spiegelt sich etwas wieder dass gewachsen ist.

00:27:15: Ein Gefühl von Kontrolle, die Gewissheit das nichts passiert ist, das niemand ihn aufgehalten hat.

00:27:21: und genau das macht den Unterschied denn von hier an wird es nicht ruhiger sondern dunkler.

00:27:29: Ein weiteres Jahr und wieder beginnt es auf die gleiche Weise.

00:27:34: Ein Abend ein Glas, dann noch eines... Und dann trifft er sie!

00:27:41: Huthufner auch sie bewegt sich in diesem Milieu.

00:27:44: Auch sie kennt diese Nächte.

00:27:46: Sie kommen ins Gespräch Es bleibt nicht dabei.

00:27:50: Er nimmt sie mitten seine Wohnung Er nimmt ihre Dienstinanspruch Einen Ablauf der für beide nicht neu ist.

00:27:57: Doch diesmal verändert sich etwas.

00:28:00: Währenddessen kippt die Stimmung.

00:28:02: Sein Verhalten wird aggressiver, unruhiger.

00:28:07: Vorderner zu fordernd.

00:28:10: gut zieht eine Grenze.

00:28:11: sie will nicht weitermachen.

00:28:13: ein klares Nein.

00:28:14: doch dieses Nein lässt er nicht stehen.

00:28:17: Er wird wütend erschlägt sie einen Moment der eskaliert.

00:28:21: am Boden liegt dein Tuch.

00:28:23: er greift danach versucht ist ihr um den Hals zu legen Ein Versuch der alles beenden könnte.

00:28:30: Doch sie reagiert im richtigen Moment mit letzter Kraft.

00:28:34: Ihre Hand schiebt sich unter das Tuch, schafft Abstand nimmt ihm die Möglichkeit den Druck zu erhöhen.

00:28:42: Es ist ein kleiner Moment und doch entscheidet er alles denn diesmal geht es anders aus.

00:28:48: sie überlebt.

00:28:52: Sie schafft es hinaus raus aus der Wohnung raus aus diesem Moment ohne stehen zu bleiben direkt zur Polizei.

00:29:00: ihre Worte sind klar ihre Angst noch da.

00:29:03: Die Beamten hören zu und machen sich auf den Weg zu Fritz Honka Doch als sie ihn antreffen, ist er kaum ansprechbar.

00:29:12: Der Alkohol nimmt ihm jede Klarheit Ein Verhör ist nicht möglich Keine Antworten keine Einordnung Und trotzdem bleibt das was passiert ist.

00:29:22: der Vorwurf steht im Raum Versuchte Vergewaltigung.

00:29:25: Es kommt zu einer Anklage Am Ende eine Geldstrafe Viertausend Mark kein Gefängnis Keine lange Unterbrechung und danach wird es stiller.

00:29:40: Er hält sich zurück zumindest nach außen.

00:29:42: Die Zeit vergeht bis zu hier und mit ihr die trügerische Ruhe.

00:29:49: Die Ruhe ist vorbei, als beginnt wie so oft ein Abend ein Tisch ein Glas Im goldenen Handschuh trifft er sie Anna Beuschel, fifty-fünf Jahre alt.

00:30:02: Auch Sie kennt diesen Ort diese Nächte.

00:30:05: Zu diesem Zeitpunkt ist Fritz Honka neununddreißig Jahre alt Und alles läuft nach dem gleichen Muster Ein Getränk dann noch eins und er lädt sie ein.

00:30:15: Sie trinkt viel, die Hemmschwelle sinkt und schließlich gehen sie gemeinsam in seine Wohnung.

00:30:25: was genau dort geschieht lässt sich nur ahnen doch vieles deutet daraufhin dass er mehr wollte seine eigenen Vorstellung seine eigenen Grenzen und das was davon übrig ist.

00:30:37: Doch sie macht nicht mit.

00:30:40: Wie schon zuvor zieht jemand eine Grenze Und wieder akzeptiert ihr sie nicht.

00:30:45: Die Situation kippt, er wird gewalttätig.

00:30:47: Er schlägt sie und dann kräft ihr nach ihrem Heiz, drückt zu immer fester bis es sich nicht mehr wehren kann, bis es still wird.

00:30:57: zum zweiten Mal endet das so Und dann steht er wieder da vor dem gleichen Problem ein Körper eine Tat die sich nicht ungeschehen machen lässt und keine Lösung nicht in diesem Zustand.

00:31:14: dennoch diesmal ist er betrunken zu betrunken, um klar denken zu können.

00:31:19: Und doch gezwungen eine Entscheidung zu treffen – wieder!

00:31:22: Diesmal macht er es anders.

00:31:24: Keine Säge, kein Zerteilen.

00:31:26: Erwickelt den Körper in einen Lagen Schicht für Schicht Als ließe sich damit etwas verbergen das längst nicht mehr zu verbergern ist.

00:31:35: Dann trägt er sie nach oben auf dem Dachboden Ein Ort, den er schon kennt Ein Ort der Dinge schluckt.

00:31:43: Er findet eine Öffnung ein Loch.

00:31:45: Dort hinein schiebt er den Körper, versteckt ihn und für einen Moment scheint es zu funktionieren.

00:31:53: Doch diesmal bleibt etwas zurück das sich nicht kontrollieren lässt.

00:31:57: der Geruch schwer süßlich unübersehbar.

00:32:02: Es ist Sommer die Hitze beschleunigt alles Die Verwesung geht schneller als erst vielleicht erwartet hat Und das Haus beginnt es zu merken.

00:32:12: Zuerst nur ein Verdacht Ein flüchtiges Grundseln der Stirn, dann Gespräche im Treppenhaus.

00:32:17: Leise!

00:32:18: Aber deutlich genug – die Nachbarn beschweren sich immer häufiger bis es nicht mehr ignoriert werden kann, bis jemand handelt und schließlich wird die Polizei gerufen ein Schritt, der alles verändern könnte.

00:32:35: Und irgendwann steht die Polizei vor der Tür.

00:32:38: Ein Klopfen.

00:32:39: Ein Moment auf den Alles hinauslaufen könnte.

00:32:42: Er öffnet Die Beamten sprechen ihn an Fragen nach dem Geruch und wer antwortet.

00:32:50: Ruhig, beiläufig er zeigt nicht nach oben sondern zur Seite zu den Nachbarn.

00:32:55: Er spricht von fremden Gewürzen Von Essen die ungewohnt riechen Einer Erklärung die einfach wirkt.

00:33:02: Und genau deshalb greift Die Beamten nehmen sie an.

00:33:07: Kein weiterer Blick keine weitere Frage.

00:33:09: Sie gehen Und mit ihnen verschwindet auch dieser Moment.

00:33:14: Ein weiterer Augenblick an dem alles hätte enden können Aber tut es nicht.

00:33:21: Danach versucht er die Spuren zu überdecken, nicht die Tat nur das was man riechen kann Luftafroscher süßliche Düfte die sich über etwas legen dass ich mich wirklich verdecken lässt.

00:33:35: ein Versuch der mir kaschiert als löst.

00:33:38: Die Leichenteile bleiben wo sie sind unverändert und während des Haus langsam zur Ruhe kommt passiert noch etwas anderes.

00:33:46: die Zeit vergeht und niemand fragt weiter nach.

00:33:49: Verschwundene Frauen fallen nicht auf, nicht wirklich.

00:33:52: Zumindest nicht

00:33:53: genug.".

00:33:54: Und genau das gibt ihm etwas zurück, dass er lange nicht hatte – Sicherheit!

00:33:59: Eine trügerische.

00:34:00: Für Fritz Honka wirkt es als wäre nichts passiert.

00:34:04: Als hätte es keine Konsequenzen.

00:34:06: und so geht es weiter.

00:34:09: Dezember, nineteen-neutvierend siebzig.

00:34:11: ein weiteres Treffen Ein weiterer Abend im goldenen Handschuh.

00:34:16: Dort begegnet er ihr Frieda Robleck siebenundfünfzig Jahre alt.

00:34:25: Auch sie gehört zu denen, die ihre Zeit hier verbringen.

00:34:29: und wieder läuft alles nach dem gleichen Muster ab ein Getränk dann noch eines einen Gespräch Ein Angebot.

00:34:36: er verspricht ihr Geld nicht viel aber genug genug um mitzukommen in seine Wohnung Einen Weg den er schon gegangen ist mehr als nur einmal Und der jedes mal gleich beginnt.

00:34:51: so unscheinbar Sie gehen gemeinsam Der Weg ist derselbe wie so oft zuvor.

00:34:57: Seine Wohnung, ein Ort an dem sich vieles wiederholt was dort geschieht für kein besonderem Muster mehr Nur Gewohnheit.

00:35:06: und diesmal ist es ein anderer Moment der alles verändert.

00:35:11: Frieda Robleck nimmt sich Geld vielleicht aus seiner Not, vielleicht aus der Gelegenheit.

00:35:16: Ein kleiner Krich mit großen Folgen Denn Fritz Honka bemerkt es Und wieder kippt die Situation schnell unkontrolliert.

00:35:25: Die Wut kommt zurück heftiger als zuvor.

00:35:29: Er geht auf sie los und es endet, wo's schon einmal geendet ist Seine Hände an ihrem Hals, Druck, Stille Und wieder is dein Leben vorbei.

00:35:39: Danach die gleichen Schritte fast mechanisch.

00:35:45: Er zerteilt den Körper bringt die Teile nach oben auf dem Dachboden Zu den anderen Ein Ort der immer mehr wird als nur ein Versteck.

00:35:55: Und dann diesen Punkt.

00:35:56: könnte man glauben dass alles nur noch weiter fällt Immer tiefer ohne Halt.

00:36:01: Doch dann, Anfang nineteenhundfünfundsiebzig passiert etwas das nicht in dieses Bild passt.

00:36:07: Er trifft sie.

00:36:08: Hut schuld!

00:36:10: Und zum ersten Mal seit Langem scheint etwas anders zu sein.

00:36:13: Etwas dass er für Liebe hält.

00:36:15: Sie trinken zusammen und sich steht ihm nichts nach.

00:36:19: Vielleicht ist genau das was sie verbindet?

00:36:21: Zwei Menschen die im gleichen Rhythmus leben... ...und für einen Moment wirkt es als könnte sich etwas verändern.

00:36:31: Sie hat keinen festen Ort, kein Zuhause das bleibt.

00:36:34: Ruth Schult lebt auf der Straße, hält sich über Wasser so gut es geht.

00:36:39: auch sie arbeitet als Sexarbeiterin.

00:36:41: ihr Leben ist geprägt von Unsicherheit und doch findet sie einen Platz bei Fritz Honka.

00:36:47: zuerst sind es nur die Nächte gemeinsam trinken gemeinsam durch die Zeit treiben dann bleibt sie zieht bei ihm ein und plötzlich verändert sich etwas.

00:36:59: Sie kümmert sich um ihn, um den Alltag, um Dinge die lange keine Rolle mehr gespielt haben – und das gefällt ihm!

00:37:07: Vielleicht ist es das was er immer gesucht hat?

00:37:09: Eine Form von Nähe, eine Form von Ordnung.

00:37:15: Für eine Weile funktioniert es still-unoffällig.

00:37:19: Doch auch hier hält es nicht langer.

00:37:22: Eine Nacht wie viele zuvor.

00:37:24: sie sitzen zusammen und trinken Die Borte werden lockerer.

00:37:28: Vielleicht fällt ein Satz, eine Bemerkung etwas Kleines aber genug genug um etwas in ihm zu treffen.

00:37:34: Sein Ego und wieder kippt alles.

00:37:38: Plötzlich ergreift zur Flasche schlägt zu.

00:37:41: Ein harter Moment Sie bricht zusammen bewusstlos.

00:37:46: Und was folgt ist das was schon einmal geschehen ist seine Hände an ihrem hals Druck stille und wieder endet ein Leben In einer Wohnung in der es längst keine Zufälle mehr gibt.

00:38:00: Zuerst versucht er sie nach oben zu bringen, so wie zuvor auf den Dachboden Ein Ort, der längst mehr ist als nur ein Versteck und diesmal scheitert er.

00:38:11: Der Körper ist viel zu schwer, zu unhandlich Er kommt nicht weit Und so greift er wieder zudem was er schon kennt Die Säge – ein Werkzeug das zur Lösung geworden ist.

00:38:23: Was folgt passiert nicht schnell sondern Stück für Stück.

00:38:30: Am Ende versteckt er alles direkt in seiner Wohnung, in einer Lüftungsklappe.

00:38:34: Ein Ort der eigentlich für Luft gedacht ist.

00:38:37: Jetzt fällt was anderes.

00:38:39: Etwas das nicht gesehen werden soll.

00:38:42: Danach zieht er sich zurück – nicht vollständig aber genug um nicht aufzufallen!

00:38:47: Fritzonka geht arbeiten, erfüllt seine Aufgaben, wirkt nach außen ein Unaufpälich und nach Feierabend kehrt er zurück in das, was für ihn normal geworden

00:38:56: ist.".

00:38:57: Die Kneipen, die Nächte auf St.

00:38:59: Pauli Ein Bier, dann noch eines Gespräche, die nichts bedeuten und ein Leben das nach außen hin weiterläuft als wäre nix passiert.

00:39:11: Doch jede Phase so ruhig sie auch wirkt hat einen Ender.

00:39:16: Der siebzehnte Juli, neunzehnundetfünfundsiebzig Einen Tag wie viele zuvor.

00:39:22: Fritz Honka kommt von der Arbeit.

00:39:24: Er ist mittlerweile vierzig Jahre alt.

00:39:27: Der Weg nach Hause ist ihm vertraut.

00:39:32: Sieht er, hier stimmt irgendwas nicht.

00:39:35: Rauch – dichter Rauch aus seinem Wohnhaus!

00:39:38: Ein Feuer!

00:39:39: Später wird klar ein Nachbar hat eine Kerze brennen lassen ist eingeschlafen die Flamme kippt und plötzlich steht das Haus in Brand.

00:39:48: Als er näher kommt sieht der es Menschen unruhe und er versteht etwas ist anders.

00:39:54: Er versucht unauffällig zu bleiben Geht zu seiner Tür?

00:40:00: Zu seiner Wohnung Und dort ist bereits jemand Die Polizei, sie warten.

00:40:05: Nicht zufällig!

00:40:07: Denn das Feuer hat etwas freigelegt.

00:40:09: Etwas dass lange verborgen war... die Leichenteile.

00:40:13: Der Geruch liegt schwer in der Luft.

00:40:15: Verbranntes Fleisch Unübersehbar und verkennbar.

00:40:20: Er versucht es herunterzuspielen.

00:40:22: Tut so als wüsste er von nichts Als wäre er nur ein Bewohner wie jeder andere.

00:40:28: Doch diesmal funktioniert es nicht.

00:40:31: Die Beamten glauben ihm nicht.

00:40:32: Kein Wort, keiner Erklärung reicht aus.

00:40:35: und so endet es hier – nicht mit einem Verdacht sondern mit einer Gewissheit.

00:40:42: Sie nehmen ihn mit zur Dienststelle Und zum ersten Mal ist da kein Entkommen mehr.

00:40:47: Diamitler spüren den Druck Nicht leise Sondern von außen.

00:40:51: die Öffentlichkeit berichtet Über die Funde über das was in dieser Wohnung entdeckt wurde.

00:40:57: Die Aufmerksamkeit wächst und mit ihr die Erwartungen.

00:41:03: Doch im Inneren der Ermittlung ist nichts eindeutig.

00:41:05: Ja, die Leichenteile wurden in seiner Wohnung gefunden.

00:41:09: doch das allein reicht nicht.

00:41:11: Es sind Indizien kein direkter Beweis kein klares Geständnis und genau das fehlt.

00:41:17: sie brauchen Worte von ihm ein Eingeständnis.

00:41:24: doch auch das gestaltet sich schwierig.

00:41:26: Honker spricht undeutlich versteht Fragen oft nicht Antworten bleiben bruchstückhaft unklar.

00:41:32: und so beginnt ein anderer Weg Die Identifizierung der Opfer, ein mühsamer Prozess in einer Zeit, in der vieles noch nicht so einfach ist.

00:41:42: In seiner Wohnung finden sie Ausweise mehrere von Frauen aus dem gleichen Milieu.

00:41:48: Ein erster Ansatz doch bei der Überprüfung zeigt sich diese Frauenleben noch – einen Rückschritt oder zumindest kein Durchbruch.

00:41:56: aber etwas anderes kommt dabei zum Vorschein die Frauen erzählen von Begegnungen mit ihm Von seinem Verhalten aggressiv, unberechnbar gewalttätig.

00:42:09: immer wieder die gleichen Beschreibung und langsam setzt sich etwas zusammen.

00:42:14: Kein einzelnes Bild sondern viele kleine Teile, die beginnen ineinander zu greifen Und aus ihnen entsteht nach und nach ein Gesamtbild eines das immer schwerer zu ignorieren ist.

00:42:26: Doch all dieses Wissen reicht nicht aus.

00:42:29: Die Namen fehlen, die Gewissheit und ohne sie bleibt vieles offen.

00:42:34: Also gehen die ja mittlerweile einen anderen Weg.

00:42:36: Sie fragen nach, bei anderen Dienststellen?

00:42:39: Nach Vermisstenmeldungen Und sie finden welcher Gertrud Preuer Anna Beuschel Friedrich Robleck Gut Schuld.

00:42:51: Vier Namen vier Frauen, die verschwunden sind Die Puzzleteile beginnen sich zu ordnen.

00:42:57: Sie zeigen ihm Fotos eins nach dem Anderen und Fritz Honka reagiert.

00:43:03: Er kennt sie sagt dass er sie gekannt hat Doch mehr, sagt er nicht.

00:43:08: Kein Wort über das was passiert ist!

00:43:10: Kein Geständnis.

00:43:12: also machen sie weiter.

00:43:13: Fragen wiederholen, drängen Stunden werden zu tagen und irgendwann bricht etwas auf.

00:43:21: Eingeständnis endlich die Worte auf die Sie gewartet haben.

00:43:26: Die Anklage folgt Vierfacher Mord Ein Fall der nun vor Gericht geht November.

00:43:36: Und dann geschieht das, was in diesem Fall fast schon passt.

00:43:40: Er widerruft alles!

00:43:42: Ein Geständnis ist plötzlich nichts mehr wert.

00:43:45: Zurückgezogen – zurückgenommen?

00:43:47: Ein neuer Wendepunkt An seiner Seite Räufbossi ein Verteidiger der weiß wie solche Fälle laufen.

00:43:56: er stellt einen Antrag an psychologisches Gut achten.

00:44:00: die Frage steht im Raum Wie schuldfähig ist dieser Mann überhaupt?

00:44:06: und damit beginnt ein neuer Abschnitt Nicht mehr nur die Tat, sondern auch der Mensch dahinter.

00:44:11: Im Gerichtssaal wird es still.

00:44:14: Alle Blicke richten sich auf ihn.

00:44:16: Fritz Honka spricht und was er sagt passt nicht zu dem, was man erwartet.

00:44:21: Er behauptet, Die Morde sei nicht von ihm Sondern von jemandem Anderem.

00:44:26: Ein Name fällt Jack the Ripper Ein Täter aus einer anderen Zeit Eine Erklärung, die mir Fragenaufruft als Antworten gibt.

00:44:36: Ist es Verwirrung?

00:44:38: Eine Folge von jahrenvoller Alkohol, vielleicht sogar eine Psychose?

00:44:43: oder ist es einfach nur Strategie?

00:44:45: Ein Versuch sich zu entziehen.

00:44:49: Einen Gedanke der nicht von ihm allein kommt denn neben ihm steht Rolf Bossi ein Anwalt der weiß wie man Zweifel seht Wie man Linien verschiebt.

00:44:58: Honker sagt weiter er könne sich an nichts erinnern.

00:45:01: Die Nächte sein verschwommen.

00:45:03: Zu viel Alkohl Zu wenig Kontrolle keine Klarnbilder Nur Lücken.

00:45:09: Und trotzdem kommt das Urteil.

00:45:11: Das Gericht entscheidet, schuldig ein Mord drei Fälle von Totschlag doch der Weg führt nicht ins Gefängnis, nicht direkt.

00:45:19: stattdessen Psychiatrie – fünfzehn Jahre.

00:45:23: Ein Urteil dass viele nicht verstehen, das diskutiert wird Hinterfragt denn die Frage bleibt war er krank oder wusste er genau was er tat?

00:45:34: und vielleicht ist genau das der Punkt der bis heute bleibt dass es keine einfache Antwort gibt.

00:45:41: Ein Ort bleibt mitten auf St.

00:45:43: Pauli zwischen Lichtern, Stimmen und Geschichten zum goldenen Handschuh eine Kneipe die schon lange existierte bevor sein Name fiel.

00:45:54: ein Ort für die die sonst keinen Platz haben Für Gespräche die niemand festhält Für Leben die oft übersehen werden.

00:46:03: Und dann kommt eine Geschichte dazu Die von Fritz Honka Sie legt sich über den Ort, wir ein Schatten und bleibt.

00:46:14: Bis heute doch die Frage ist was bleibt wirklich?

00:46:18: Ist es der Täter sein Name seine Taten?

00:46:22: oder sind es die Menschen die man lange nicht gesehen hat Die Frauen deren Leben kaum Beachtung fanden, deren Verschwinden nicht laut genug war?

00:46:31: vielleicht bleibt genau das Ein Blick darauf wie leicht Menschen übersehen werden können wie schnell Geschichten in den Hintergrund geraten und wie lange es dauern kann bis jemand hinschaut.

00:46:44: Der Handschuhe steht noch, die Türen gehen auf und wieder zu Menschen kommen, Menschen gehen das Leben läuft weiter so wie immer Und doch trägt dieser Ort etwas mit sich leise unaufdringlich Aber da eine Erinnerung nicht nur an das was passiert ist sondern dass was zu lange nicht gesehen wurde.

00:47:07: und vielleicht ist genau das die Antwort auf die Frage, was bleibt.

00:47:11: Nach vielen Jahren endet ein Kapitel.

00:47:14: Fritz Honker wird aus der Psychiatrie entlassen.

00:47:17: draußen hat sich vieles verändert Die Zeit ist weitergegangen ohne ihn Und doch muss auch er weitergehen.

00:47:25: Sein Leben führt ihnen in ein Altersheim Ein ruhiger Ort still geordnet bei den entfernen von dem was einmal war ohne Aufsehen, ohne Lärm und vielleicht auch ohne Antworten.

00:47:42: Mit dreiundsechzig Jahren endet sein Leben leise – fast unscheinbar!

00:47:47: Und doch bleibt die Geschichte nicht wegen ihm allein sondern wegen der Spuren, die er hinterlassen hat und die Fragen, die bis heute nicht ganz

00:47:55: verschwinden.".

00:47:58: So... Jetzt würde ich sagen meine Gedanken zum Schluss.

00:48:03: Den Fall Fritz Honka kennen glaube ich ganz, ganz viele Leute gerade auch weil es einfach den Film der Golden Handschuhe gibt.

00:48:10: Weil ich nicht natürlich auch geschaut habe.

00:48:14: Ich finde das ist immer noch ein Stückchen weiter.

00:48:16: was anderes wenn man den Fall tatsächlich recherchiert Und es wirklich so vor sich liest einfach in aller Deutlichkeit und man fragt sich natürlich, okay wie war das zur damaligen Zeit?

00:48:28: Also wie wenig waren da Frauen eigentlich wert die als Sexarbeiterin gearbeitet haben.

00:48:33: Es hat doch eine ganze Weile gedauert bis es aufgefallen ist dass da jemand fehlt und selbst als es dann eindeutige Anzeichen gab hat man das nicht verfolgt weil man sich halt gesagt hat ok die Frauen kommen halt aus dem Milieu.

00:48:48: Ja, das ist schon was mich immer wieder in vielen Fällen nicht überrascht aber mitnimmt und halt auch betroffen macht.

00:49:00: Insgesamt gesehen finde ich es seltsam auch dass man zum Beispiel diesen Geruch in dem Haus einfach so abgetan hat als sich meine ganz ehrlich Gewürze zu kochen und ich sag mal verwesene Leichen, das muss schon ein Unterschied sein wo ich mir denke ja okay wie konnte das passieren dass es so abgetan ist bloß weil er gesagt hat ja ok irgendwelche ausländischen Gewürze irgendwelchen essen was auch immer schwierig.

00:49:30: also das ist etwas wo ich mich denke okay das hätte ein stückchen weit anders laufen können aber die geschichte ist nur mal wie sie ist.

00:49:40: Man hofft tatsächlich, dass auch so ein Ding immer was mitgenommen worden ist.

00:49:44: Die vielleicht das Systeme ein Stückchen weit verändert haben gerade auch für Frauen die zum Beispiel im Milieu arbeiten.

00:49:52: Dass man einfach mehr beschützt, mehr auf die Aufpasst weil letztendlich ist es ein Job wie jeder andere auch und jeder wählt da seinen Weg einfach frei Das finde ich tatsächlich sehr schwierig.

00:50:05: Da denkt man einfach lange drüber nach.

00:50:07: So dann kommt natürlich auch noch hinzu, dass ich mich gefragt habe okay was wäre gewesen wenn Fritz Honka nicht unbedingt Rolf Bossi als Anwalt gehabt hätte wer er dann auch in der Psychiatrie gelandet?

00:50:20: Ich denke das ist fraglich.

00:50:23: also rolf bossy ist ja ein super bekannter anwalt.

00:50:25: ich denke mal viele da draußen kennen ihn.

00:50:28: Man nennt ihn auch Staranwalt, weil er halt wirklich ich sag mal Leute aus der Öffentlichkeit vertreten hat.

00:50:35: Für ihn ist so ein Prozess aber auch einfach eine Show gewesen Ein fähiger Mann Aber die Show stand schon für ihm so im Vordergrund.

00:50:43: So das merkt man auch in diesem Fall ganz deutlich Bei.

00:50:48: vorher ist niemanden aufgefallen dass Prinz Honka irgendwelche psychischen Krankheiten hat oder sonst irgendwas ähnliches.

00:50:53: Er ist einen Job nachgegangen ja er hat viel getrunken Aber letztendlich frag ich.

00:51:00: Er ist in die Psychiatrie gekommen, war dort, ich sag mal, fünfzehn Jahre seines Lebens okay.

00:51:08: Möchte man wahrscheinlich auch nicht unbedingt?

00:51:11: Also ich denke ja, man steckt nicht in dem Fall darin.

00:51:16: Man selber ist kein Psychologe oder ich bin kein Psychiologe um das wirklich beurteilen zu können Aber ich kann schon nachvollziehen, dass viele diese Strafe viel zu mild empfanden.

00:51:26: Weil ich meine letztendlich vier Menschen leben.

00:51:30: Also das ist schon wirklich eine harte Nummer einfach wo ich mir denke okay das hätte vielleicht auch anders ausgehen können.

00:51:41: Letztendlich ist es so wie's ist.

00:51:43: er ist im Altersheim gestorben und ich nehme an der hat wahrscheinlich kein glückliches Leben gehabt finde aber nicht, dass das eine Entschuldigung ist.

00:51:52: Wobei man sagen muss natürlich, Alkohol misbrauch, Alkolkonsum... Das sind schwieriges Thema und gerade Leute die viel trinken.

00:52:02: bei vielen geht wirklich Gewalt mit einher.

00:52:05: Es gibt auch wissenschaftliche Studien, die es einfach beweisen, dass Menschen wie viel trinken eher zu Gewalttaten neigen sollen.

00:52:14: Ich glaube, das wird halt tatsächlich so.

00:52:15: sein Problem gewesen sein hätte er ein ganz anderes Leben geführt, wenn er nie getrunken hätte.

00:52:22: Aber auch das ist nun mal geschehen, ne?

00:52:28: So und damit würde ich sagen schließe ich den heutigen Fall ab Fritz Honka wie gesagt kennen wahrscheinlich viele.

00:52:33: man hat seine eigenen Gedanken dazu.

00:52:36: Ich bedanke mich auf jeden fall.

00:52:39: ja bei allen die dabei waren mir zugehört haben es meine vierte folge mein dritter fall.

00:52:45: ich hoffe das hat euch gefallen.

00:52:47: Falls ihr noch Bildmaterial dafür braucht, findet ihr das auf Instagram unter wasunterstrich bleibt Unterstrich Podcast.

00:52:56: Gerne könnt ihr natürlich ein Abo oder einen Like da lassen.

00:52:59: Was mich auch sehr freuen würde wären einfach ein paar Kommentare Vielleicht für die nächsten Folgen was gewünscht wird oder nicht.

00:53:05: Ich habe mir so überlegt dass ich in dem Podcast ganz gerne ältere Fälle behandeln möchte Aktuell halt ganz viel aus Hamburg Sankt Pauli weil dort wirklich Interessante Fälle herstammen.

00:53:19: Ansonsten würde ich sagen wünsche ich eine schöne Zeit, bleibt gesund und bis bald!

00:53:25: Tschüss.

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