Hinterkaifeck – Der Hof, der bis heute schweigt

Shownotes

In dieser Folge: Die Geschichte des Einödhofs Hinterkaifeck Die Familie Gruber und ihr Leben auf dem Hof Die rätselhaften Ereignisse vor der Tat Die Entdeckung des Verbrechens Die Ermittlungen und ihre Schwierigkeiten Die wichtigsten Theorien zum Fall Warum Hinterkaifeck bis heute ungelöst ist Was von diesem Ort geblieben ist Quellen Polizeiliche Ermittlungsunterlagen und historische Akten Zeitgenössische Zeitungsberichte Bayerisches Hauptstaatsarchiv Bayerische Staatsbibliothek Rainer Maria Schießler / historische Veröffentlichungen zum Fall Peter Leuschner: Der Mordfall Hinterkaifeck Dokumentationen des Bayerischen Rundfunks (BR) Verschiedene historische Fachveröffentlichungen und Archivquellen 💼 Business & Kooperationen Für Business-Anfragen und Kooperationen: https://socialdb.xyz/podcast/was-bleibt 🎙️ „Was bleibt“ erscheint jeden Sonntag mit einer neuen Hauptfolge und mittwochs mit „Hinter der Geschichte“, in der wir historische Hintergründe, gesellschaftliche Entwicklungen und die Geschichte hinter den Fällen näher beleuchten.

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00:00:02: Der Stall liegt wieder still.

00:00:04: Nur wenige Augenblicke zuvor hatten Männer namens Lorenz Schlittenbauer Johann Siegel und Michael Pöll die reglosen Körper im Futtergang entdeckt, vier Menschen übereinander liegend.

00:00:16: kein Laut keine Bewegung.

00:00:19: Während Pöll und Siegel den Stall verlassen und über den Innenhof zur Haustür gehen bleibt Schlittenbauern noch ein Moment zurück.

00:00:27: Er geht allein weiter durch den Stall.

00:00:29: Jeder Schritt halbt den Holzbalken wieder.

00:00:32: Der Geruch vom Vieh mischt sich mit der Luft eines Frühlingstages.

00:00:37: Nichts scheint an diesem Ort noch gewöhnlich zu sein.

00:00:40: Kurz darauf tritt er hinaus auf den Hof.

00:00:43: Vor der Haustür kräfteten Bauern seine Tasche und zieht ein Schlüssel hervor.

00:00:48: Ausgerechnet jeder Haustörschlüssel, von dem man bis dahin angenommen hatte, sei verschwunden.

00:00:54: Ohne Zögern steckt er ihnen das Schloss.

00:00:56: Die Tür gibt

00:00:57: nach.".

00:00:58: Gemeinsam betreten die drei Männer das Haus.

00:01:01: Drinnen herrscht eine bedrückende Stille, kein Feuer knistert im Ofen, kein Schritt ist zu hören – nur das leise Knarm der Dielen begleitet sie.

00:01:11: Dann öffnen Sie die Tür zur Kammer.

00:01:13: der Markt!

00:01:15: Auch die Markt wird tot aufgefunden.

00:01:17: Außerdem finden sie in der Kammer den kleinen Josef, der in seinem Bett liegt… auch tot... Für Lorenz Schlittenbauer ist dieser Anblick mehr als der Fund eines weiteren Opfers.

00:01:29: Über Jahre hat er den Jungen als sein Sohn angesehen, ob Josef tatsächlich sein leibliches Kind war da rüber warm Dorf immer wieder gesprochen und gestritten worden doch in diesem Moment spielt Alters keine Rolle mehr.

00:01:42: vor ihm liegt ein zweijähriges Kind das er hatte aufwachsen sehen.

00:01:47: Innerhalb weniger Minuten wird den Männern klar, was sie zunächst nicht begreifen konnten.

00:01:52: Auf dem Einöthof lebt niemand mehr.

00:01:55: Hi!

00:01:56: Ich bin Susanne und das ist Was Bleibt.

00:01:59: In diesem Podcast erzähle ich wahre Geschichten aus der Vergangenheit.

00:02:03: Geschichten über Orte, Ereignisse und Verbrechen die Spuren hinterlassen haben.

00:02:08: Wir reisen dafür in andere Zeiten besuchen historische Orte und schauen uns an was dort einmal geschehen ist was davon bis heute geblieben ist.

00:02:18: Neue Folgen erscheinen jede Woche auf allen gängigen Plattformen, wo es Podcasts gibt.

00:02:24: Zusätzlich gibt es mittwochs eine kleinere Folge die auf bestimmte Themengebiete der Hauptfolge eingeht.

00:02:32: So und bevor wir heute in den Fall starten, eine kleine Warnung falls ihr zwischendurch öfter mal ein schnaufen Schnarchen oder rumkusteln hört das Studio Gast in Anführungszeichen.

00:02:45: Nein, tatsächlich ist das unser harriger Mitbewohner der Stuart.

00:02:49: Stuart ist eine Bulldogge und er hat es am Moment nicht ganz so einfach und kann echt schwer alleine bleiben.

00:02:54: Deshalb liegt er meistens neben mir Und dann vielleicht mal ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert.

00:03:03: Also ich habe tatsächlich kein Studio, ich mache das ja privat im kleinen Rahmen den Podcast.

00:03:09: Recherchiere auch alles tatsächlich komplett alleine, damit steht jetzt kein Team wie bei den größeren Podcastern oder Podcasts sie man so kennt.

00:03:18: und tatsächlich nehme ich in einem begehbaren Kleiderschrank auf weil er ganz gut den Schall-und-Hall schluckt.

00:03:25: und ja so kommen wir halt tatsächlich irgendwie voran von Folge zu Folge.

00:03:29: Und man lernt immer was dazu, nur das mal so am Rande!

00:03:33: Ich denke tatsächlich auch dass das ein super bekannter Fall ist den ich heute einmal mit euch besprechen möchte um den auch schon einige Podcast dann natürlich vor mir gemacht haben.

00:03:44: Und ich kann mir vorstellen anhand der Namen konnte der eine oder andere schon erraten um welchen fall es heute geht.

00:03:50: Wir reden heute tatsächlich über Hinterkifek.

00:03:54: Beginnen wir heute mit dem Fall.

00:03:57: Es gibt Orte, an denen selbst die Stille anders klingt.

00:04:01: Orte die man längst verlassen hat und die einem trotzdem nicht mehr loslassen.

00:04:06: Unser Fall beginnt an einem dieser Orte.

00:04:09: Mitten zwischen Feldern und kleinen Waldstücken fernab der nächsten Ortschaft steht Anfang der neunzwanziger Jahre ein abgelegener Einölthof.

00:04:19: Wer sich ihm nähert, hört oft nichts.

00:04:22: Außer dem Wind der über die Felder streicht, den Knarren alter Balken und dem leisen Rascheln der Bäume.

00:04:29: Kein Durchgangsverkehr?

00:04:30: Keine Stimmen!

00:04:31: Nur Stille, die fast greifbar scheint.

00:04:34: Der Name des Hofes lautet Hinterkäifek.

00:04:37: Bis heute löst dieser Name etwas aus – nicht nur bei Historikern oder Kriminalisten sondern beim Menschen, die sich mit seiner Geschichte beschäftigen Denn kaum ein anderer Ort in Deutschland ist so eng mit einem Verbrechen verbunden, das bis heute unbeantwortete Fragen hinterlassen hat.

00:04:55: Wer die wenigen Fotografien des Hofes betrachtet blickt auf ein ganz gewöhnliches Bauern an Wesen.

00:05:01: und doch fällt es schwer, die Fotografie länger anzusehen weil man weiß was sich hinter diesen Mauern abgespielt hat.

00:05:08: Weil man weiß dass es einen Moment gab indem auf dem Hof das Leben verstummte.

00:05:14: Vielleicht ist genau das das Verstörende an Hinterkai weg.

00:05:17: Nicht dass, was man sieht sondern das was man nicht hören kann.

00:05:21: Doch bevor dieser Hof zu einem Ort wurde dessen Name bis heute nachhalt war er für seine Bewohner schlicht ihr Zuhause.

00:05:29: Beginn wir ganz von vorn.

00:05:31: Wir reisen zurück in eine Zeit in der das Leben auf dem Land einen ganz eigenen Rhythmus folgt.

00:05:37: Anfang der neunzehnzwanziger Jahre ist Bayern noch überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

00:05:42: Viele Familien leben auf kleinen Höfen, oft seit Generationen.

00:05:47: Der Tag beginnt lange vor dem Sonnenaufgang.

00:05:51: Kühe müssen gemolken werden Tiere versorgt und Felder bestellt werden Ganz gleich ob es regnet, schneit oder der Boden gefroren ist.

00:05:59: Maschinen sind selten.

00:06:01: Vieles geschieht noch in Hand dabei.

00:06:04: Das Leben ist entbehrungsreich geprägt von harte Arbeit und festen Gewohnheiten.

00:06:09: Man kennt sein Nachbarn Man hilft sich gegenseitig.

00:06:13: Gleichzeitig weiß jeder am Dorf über jeden Bescheid, Neuigkeiten verbreiten sich oft schneller als die Post.

00:06:20: Doch je weiter man die Dörfer hinter sich lässt, desto stiller wird es.

00:06:25: Zwischen Wiesen, Feldern und kleinen Waldstücken liegen einzelne Einöthöfe.

00:06:30: Manche sind mehrere hundert Meter andere sogar Kilometer vom nächsten Anwesen entfernt.

00:06:36: Wer hier lebt ist auf sich selbst gestellt.

00:06:39: Wenn am Abend die Dunkelheit herein bricht, verschwinden die Wege im Schwarz der Nacht.

00:06:44: Elektrisches Licht gibt es vielerorts noch nicht – nur das flackende Licht einer Petroleumlampe fällt durch die Fenster.

00:06:52: Es ist eine Stille, die wir heute kaum noch kennen.

00:06:55: Keine Autos in der Ferne, kein Summen von Stromleitungen, kein Licht am Horizont Nur der Wind, das knarnalter Balken und hin und wieder das dumpfe Schnauben der Tiere im Stall.

00:07:06: In dieser Welt liegt ein kleiner Einöthof unscheinbar und abgelegen.

00:07:10: Sein Name lautet Hinterkäifig, ein Ort der äußerlich kaum anders aussieht als viele andere Höfe seiner Zeit – und doch wird genau dieser Hof schon bald zu einem Namen, der bis heute nicht vergessen ist.

00:07:24: Werfen wir zunächst einen Blick auf die Menschen, die auf Hinterkäfige leben!

00:07:28: Denn bevor dieser Hof zu einem Tatort wird, ist er vor allem eins… das Zuhause einer Familie.

00:07:36: Im Mittelpunkt steht Andreas Gruber, geboren am neunten November, eighteenhundertachtundfünfzig.

00:07:43: Ein Landwirt alter Schule, der als strengen Wortkark unbestimmt gilt.

00:07:48: Auf einem abgelegenen Hof wie hinter Keifig entscheidet der Bauer über den Tagesablauf.

00:07:54: Seine Arbeit beginnt vor Sonnenaufgang und endet oft erst mit Einbruch der Dunkelheit.

00:07:59: Jeder Handgriff folgt festen Gewohnheiten, jeder Tag einem nahezu unveränderten Rhythmus.

00:08:06: An seiner Seite lebt seine Frau Cecilia Grober, geborene Sanhüter.

00:08:12: Sie wurde am siebenundzwanzigsten November, achtzehnhundert neunundvierzig geboren und ist damit die älteste auf dem Hof.

00:08:19: Ihr Leben ist von Schicksalsschlägen geprägt.

00:08:22: Bereits am vierzehnten Mai, eighteenhundertsehmundsiebzig heiratete sie ihren ersten Mann Josef Assam den Besitzer von hinter Keifig.

00:08:32: Noch vor der Hochzeit überschreibt dessen Vater ihm den Hof und durch einen notariellen Ehe-und Erbvertrag wird auch Cecilia mitteigentümerin des Anwesens.

00:08:41: aus dieser ersten Ehe gehen vier Kinder hervor, die erste Tochter stirbt noch am Tag ihrer Geburt.

00:08:48: Tochter Cecilia erreicht das erwachsenen Alter ebenso ihr Sohn Martin, der später im ersten Weltkrieg fällt.

00:08:56: ein weiterer Sohn Andreas stürbt bereits als Kind.

00:09:00: Als Josef Asam am einundzwanzigsten Mai, eighteenhundert und achtzig stirbt, steht Cecilia erneut vor einem Neuanfang.

00:09:08: Nur knapp einen Jahr später, am vierzehnten April, achtzehnhundert sechsundachtzig, heiratet sie Andreas Grober.

00:09:15: mit ihm führt sie den Hof weiter.

00:09:18: aus dieser Ehe wird am sechsten Februar, achteinhundertsehnundachzig ihre Tochter Victoria geboren.

00:09:25: Zwei weitere Töchter sterben bereits im Kindesalter.

00:09:29: Ein Schicksal, das zu jener Zeit viele Familien trifft und doch jedes Mal unermessliches Leid bedeutet.

00:09:37: Victoria wächst auf Hinterkäifig auf und übernimmt mit den Jahren immer mehr Verantwortung.

00:09:43: Am dritten April, aus dem nahegelegenen Lag.

00:09:51: Noch vor der Hochzeit wird ihr der Hof überschrieben.

00:09:54: erscheint, als solle die nächste Generation die Zukunft des Anwesens sichern.

00:09:58: Doch das Glück wird nur kurz!

00:10:01: Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird Karl Gabriel zur Militär eingezogen.

00:10:06: Am zwölften Dezember hier fällt er bei Novi-Song Vas in Frankreich.

00:10:12: Wenige Wochen nach seinem Tod am neunten Januar, bin ich zufrieden, bringt Victoria ihre Tochter Cecilia zur Welt.

00:10:21: Vier Jahre später, am siebten September nineteenzehn wird ein weiterer Junge geboren.

00:10:27: Josef Wer sein leiblicher Vater ist beschäftigt damals nicht nur die Familie sondern auch die Menschen in den umliegenden Dörfern.

00:10:36: Offiziell bleibt diese Frage ungeklärt.

00:10:38: Für den kleinen Jungen selbst spielt sie keine Rolle.

00:10:42: Er wächst auf Hinterkäifig auf Gemeinsam mit seiner Mutter Victoria Seiner Schwester Cecilia sowie seinen Großeltern Andreas und Cecilia Grober.

00:10:51: So leben Anfang des Jahres-Ninzeintzwanzig fünf Familienmitglieder auf dem abgelegenen Einöthof.

00:10:58: Am einundreißigsten März-Nunzeinteinzwanzich kommt eine sechste Person hinzu, die viervierzigjährige Maria Baumgartner tritt ihre Stelle als neue Markt auf Hinterkäifig an.

00:11:10: Ihre Vorgängerin hatte den Hof wenige Monate zuvor verlassen und berichtet später sie habe sich dort nicht mehr sicher gefühlt.

00:11:18: von diesen Geschichten weiß Maria zwar.

00:11:21: Dennoch entscheidet sie sich, die Arbeit anzunehmen.

00:11:24: Am Nachmittag begleitet ihre Schwester Franziska Schäfer sie nach Hinterkäifeg.

00:11:29: Gemeinsam betreten sie den Hof, tragen das wenige Gepäck ins Haus und verabschieden sich nach etwa einer Stunde voneinander.

00:11:37: Franziska macht sich auf dem heimweg!

00:11:40: Maria Baumgartner bleibt zurück.

00:11:42: Zu diesem Zeitpunkt befinden sich sechs Menschen auf Hinterkäifeg.

00:11:47: Andreas Krober seine Frau Cecilia Ihre Tochter Victoria Gabriel, die siebenjährige Cecilia Gabriel, der zweieinhalb- jährige Josef und die neue Marktmaria Baumgartner.

00:12:00: Keiner von ihnen wird den Hof jemals wieder lebend verlassen.

00:12:04: Nach außen wirkt hinter Kaiweck wie ein gewöhnlicher Bauernhof Die Felder bringen Ertrag Das Vieh sichert den Lebensunterhalt Und im Vergleich zu vielen anderen Familien in der Region geht es den Grubers wirtschaftlich gut.

00:12:18: Doch wer damals in den umliegenden Dörfern lebt, spricht nicht nur von dem Wohlstand der Familie.

00:12:23: Man spricht auch über ihren Geiz.

00:12:27: Es heißt auf Hinterkäifig werde jeder vernicht zweimal umgedreht.

00:12:31: Die Familie gilt als verschlossen man hält Abstand zu den Nachbarn und nimmt nur selten am Dorfleben teilen.

00:12:38: Besonders Andreas Krober genießt keinen guten Hof.

00:12:41: Viele beschreiben ihn als herrisch, streitbar und wenig freundlich.

00:12:45: Ein Mann mit dem man es sich besser nicht anlegt.

00:12:48: Doch das sind zunächst nur Gerüchte und Eindrücke.

00:12:51: Was sich hinter den Mauern des Hofes tatsächlich abspielt ahnt außerhalb der Familie lange Zeit niemand.

00:12:59: Erst Jahre später kommen Dinge ans Licht wie das Bild der Familien nachhaltig verändern.

00:13:04: Bereits um das Jahr nineteenhundert drei soll die damals erst sechzehnjährige Viktoria Kruber gegenüber Viktoria Schlittenbauer, der ersten Ehefrau von Lorenz Schlittenbauern anvertraut haben dass sie von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht wurde.

00:13:20: Diese Aussage wird allerdings erst viele Jahre später bekannt.

00:13:24: Lorenz-Schlittenbauer berichtet neununddreißig während eines Verhörs seine verstorbene Ehe Frau habe es ihm erzählt Die sicherte es entgegen, was im Jahr

00:13:34: n.a.,

00:13:34: Fünfzehn geschieht.

00:13:37: Am achtundzwanzigsten Mai verurteilt das Landgericht Neuburg Andreas Kuba wegen Blutschande zu einem Jahr Zuchthaus.

00:13:45: Aber auch Viktoria wird verurteilt – sie erhält eine Freierstrafe von einem Monat.

00:13:51: Dieses Urteil sorgt weit über Hinterkäife genau für Gesprächsstoff.

00:13:56: In den umliegenden Ortschaften kennt man den Fall!

00:14:00: Der Name Gruber ist fortan eng mit dem Skandal verbunden.

00:14:04: Und damit tritt ein Mann immer stärker in den Mittelpunkt der Geschichte.

00:14:09: Lorenz Schlittenbauer.

00:14:11: Er wird am sechzehnten August, eighteenhundertvierundsiebt sich geboren und übernimmt bereits achtzehnhundertneinundneunzig den älterlichen Hof in Grübern.

00:14:22: Von dort bis hinter Kaiweck sind es kaum fünfhundert Meter.

00:14:26: Man kennt sich man begegnet sich fast täglich.

00:14:29: Als angesehener Landwirt wird Schlittenbauer später sogar Ortsführer von Kröbern und gehört damit zu den einflussreicheren Männern des kleinen Dorfes.

00:14:38: Sein eigenes Leben nimmt jedoch ebenfalls eine tragische Wendung.

00:14:43: Am vierzehnten Julien, neunzehnundachzehn stirbt seine erste Ehefrau Victoria Schlittenbauern.

00:14:49: Nur wenige Wochen später entwickelt sich zwischen dem verwirrteten Lorenz-Schlittenbower und Victoria Gabriel eine Beziehung.

00:14:57: Wie diese Beziehung tatsächlich begann, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei klären.

00:15:02: Schlittenbauer erklärt Jahre später – sie hätten etwa fünfmal Geschlechtsverkehr gehabt.

00:15:08: Nach seiner Darstellung sei Victoria die treibende Kraft gewesen und habe sich ihm regelrecht aufgedrängt.

00:15:14: Ob diese Schilderung der Wahrheit entspricht oder der eigenen Rechtfertigung dient, lässt es sich heute noch nicht beurteilen.

00:15:21: Fest steht jedoch dass beide eine enge Beziehungen miteinander hatten.

00:15:26: Auch mehrere Nachbarn, darunter Michael Pöll und Johann Siegel berichten später gegenüber den Ermittlern.

00:15:32: Lorenz Schlittenbauer hatte Victoria heiraten wollen.

00:15:36: Offenbar war sogar geplant die Hochzeit noch während ihrer Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt des Kindes zu vollziehen.

00:15:44: Doch Andreas Kober soll sich entschieden dagegen gestellt haben Warum er die Ehe ablehnte?

00:15:50: Darüber gibt es bis heute nur Vermutung.

00:15:53: Am siebten September, nineteenhundert neunzehn bringt Viktoria schließlich den kleinen Josef zur Welt.

00:15:59: Schon kurz nach der Geburt beginnt erneut ein Streit um die Frage wer der Vater des Kindes ist.

00:16:05: Nur wenige Tage später muss Andreas Grober wegen seiner Verurteilung gegen Blutschande eine Haftstrafe antreten.

00:16:13: Zuvor hatte Lorenz Schlittenbauer am zehnten September gegen ihn ausgesagt doch bereits zwei Wochen später wieder ruft Schlittenbau seine Aussage offenbar auf Drenn-Victorias und erkennt gleichzeitig die Vaterschaft für den Klein Josef an.

00:16:29: Ob dieser Schritt aus Überzeugung erfolgte oder um Victoria und das Kind zu schützen, ist bis heute nicht eindeutig zu beantworten.

00:16:37: Ebenso offen bleibt die entscheidende Frage – war Lorenz Schlittenbauer tatsächlich der Vater des Klein Josefs?

00:16:45: Oder war es doch Andreas Gruber?

00:16:48: Eine Frage, die bis heute zu den größten Rätseln des Falsfhinter-Keifeck gehört.

00:16:53: Während all dieser Konflikte die Familie belastet geht das Leben auf den Höfen weiter.

00:16:58: Im März neunzeiland einundzwanzig prägt die Marktreffens rieger auf Hinterkeifecks selbst ein Kind zur Welt.

00:17:05: Wenige Wochen später am sieben Mai heiratete Lorenz Schlittenbauer an Neut.

00:17:10: Seine zweite Frau ist die neunundzwansichjährige Anna Dick aus Diepelshofen.

00:17:16: Sie bringt einen achtjährigen Sohn mit in die Ehe.

00:17:19: Die beiden kennen sich vermutlich erst seit wenigen Wochen.

00:17:22: Vieles spricht dafür, dass die Verbindung weniger aus Liebe als aus praktischen Gründen geschlossen wurde.

00:17:28: Keine Seltenheit auf dem Land jener Zeit.

00:17:32: Für Schlittenbauer entwickeln sich die folgende Monate wirtschaftlich erfolgreich.

00:17:36: Er ist inzwischen schuldenfrei, baut seinen Hof weiter aus und gilt als wohlhabender Bauer.

00:17:42: Seine älteste Tochter, Magdalena, heiratet und zieht nach Tierheim.

00:17:47: Doch das private Glück hält nicht lange!

00:17:50: Nur wenige Tage vor den Ereignissen auf Hinterkeifelk am neunundzwanzigsten März-Ninzer-Zweindzwanziger muss Lorenz Schlüttenbauer seine erst wenige wochenalte Tochter zu Grabe tragen.

00:18:01: Im Kirchenbuch wird Keuchusten als Todesursache eingetragen – auch wenn später vermutet wird dass das Kind möglicherweise am plötzlichen Kindstodstab.

00:18:11: Während auf Hinterkäfeg die letzten Vorbereitungen für einen gewöhnlichen Arbeitstag getroffen werden, tragen mehrere der beteiligten Menschen bereits ihre ganz eigenen Schicksale mit sich.

00:18:22: Und viele ihrer Wege werden sich schon bald ein letztes Mal kreuzen!

00:18:28: Es sind nur wenige Tage bis zum Ende des März, neunzeinzwanzig Auf Hinterkäefek scheint das Leben zunächst sein gewohnten Rhythmus zu folgen.

00:18:37: Die Arbeit auf dem Hof bestimmt den Tag.

00:18:40: Tiere müssen versorgt werden Wege gegangen, Besorgung gemacht werden.

00:18:44: Nichts deutet von außen darauf hin dass sich dieser abgelegene Einöthof nur wenige Tage später zu einem Tatort verwandeln wird.

00:18:54: und doch gibt es in den letzten Tagen vor der Tat eine Reihe von Beobachtungen die im Rückblick eine andere Bedeutung bekommen.

00:19:02: Am Morgen des dreißigsten März bemerkt Andreas Grober etwas Ungewöhnliches Das Schloss am Motorhäuschen ist aufgebrochen worden.

00:19:10: Das kleine Gebäude ist an den Hof angebaut.

00:19:13: Doch wer sich hier Zugang verschafft, gelangt von dort nicht direkt in den Stall oder in den Stadel?

00:19:19: Es handelt sich also nicht um einen naheliegenden Weg ins Wohn- oder Wirtschaftsgebäude.

00:19:25: Trotzdem scheint jemand versucht zu haben auf den Hof zu kommen.

00:19:30: Auch an der Tür zur Futterkammer finden sich Spuren eines Einbruchversuchs.

00:19:35: Für Andreas Krober muss das beunruhigen gewesen sein – hinter Kaiwerk liegt abgelegen.

00:19:41: Wer hier etwas aufbricht, tut es nicht im Schutz eines belebten Dorfes sondern an einem Ort, an dem nachts kaum jemand zufällig vorbeikommt.

00:19:50: Noch am selben Tag macht Groba eine weitere Entdeckung.

00:19:53: Im Schnee soll er eine Spur gefunden haben Fußspuren die in Richtung Hinterkalk weg führen aber nicht wieder zurück.

00:20:02: Diese Beobachtung wird später zu einem der bekanntsten Details des Falls.

00:20:07: Sie klingt bei Nase zu passend für das, was wenige Stunden später geschehen wird.

00:20:13: Und gerade deshalb ist vor sich geboten.

00:20:16: Vieles, was wir heute über die letzten Tage auf Hinterkäifig wissen stammt aus späteren Aussagen von Nachbarn und Bekannten.

00:20:23: Trotzdem ist belegt dass Andreas Krober an diesem Tag von einem Einbruchversuch unverdächtigen Spuren gesprochen haben soll.

00:20:32: Gegen elf Uhr vormittags begegnet er auf dem Weg in den Wald Lorenz Schlittenbauer.

00:20:37: Schlittenbauer wohnt nur wenige hundert Meter entfernt in Gröbern.

00:20:41: Die beiden Männer kennen sich seit Jahren, ihre Familiengeschichten sind miteinander verbunden – nicht zuletzt durch Viktoria Gabriel und den kleinen Josef.

00:20:52: Gruber erzählt ihm von dem aufgebrochenen Schloss und von den Spuren.

00:20:57: Kurz darauf begegnet er dem Landwirt Kasper Stegmeier aus Grömern.

00:21:01: auch ihn berichtet Gruber vom Vorfall.

00:21:05: Andreas Grober spricht also darüber.

00:21:08: Er behält die Beobachtung nicht für sich, doch nach allem was wir wissen wird weder die Polizei verständigt noch eine größere Suche auf den Hof durchgeführt – der Alltag geht

00:21:20: weiter.".

00:21:21: Dabei gibt es noch eine andere Geschichte, die sich um diese Tage rangt… Eine Geschichte die erst Jahrzehnte später an Zeugenaussagen auftaucht und ihrer genaue Ablauf sich heute nicht mehr sicher konstruieren lässt!

00:21:35: Demnach soll entweder Victoria Gabriel oder ihre Mutter Cecilia eines Nachts den Hof verlassen haben, weinen verzweifelt.

00:21:44: Die Frau sei bis zur Nähe der Paar gelaufen und dort gefunden worden sein.

00:21:49: Wer genau fortlief darüber widersprechen sich die späteren Aussagen.

00:21:53: Sophie Fuchs eine ehemalige Mützschillerin der kleinen Cecilia Gabriele erinnert sich in nineteenhundertfünfzig daran dass es Victoria gewesen sei.

00:22:04: In einer späteren Aussage von nineteen vierund achtzig sowie in weiteren Notizen ist dagegen von Cecilia Krober die Rede.

00:22:11: Sicher lässt sich heute nur sagen, es existiert eine Überlieferung über einen nächtlichen Vorfall kurz vor der Tat.

00:22:19: Am folgenden Morgen soll die kleine Cecilia an der Schule ungewöhnlich müde gewesen sein.

00:22:25: Ihre Lehrerin habe sie darauf angesprochen und das Mädchen soll erzählt haben, dass man in der Nacht nach einer Frau aus der Familie gesucht habe.

00:22:35: Ob sich dieser Vorfall tatsächlich genauso ereignet hat lässt sich nicht mehr überprüfen.

00:22:40: doch mit dieser nächtlichen Suche ist noch ein weiteres Detail verbunden eine Zeitung.

00:22:46: Bei der Suche soll eine aktuelle Ausgabe einer Münchner Zeitung gefunden worden sein Eine Zeitung, die offenbar nicht auf den Hof gehörte.

00:22:55: Andreas Krober soll der Fund zubeschäftigt haben, dass er am nächsten Tag den Postboten Josef Meyer fragte ob jemand aus seiner näheren Umgebung diese Zeitung beziehe?

00:23:06: Die Antwort soll neigewesen sein!

00:23:09: Für einen abgelegenen Hofi hinter Kaiweg ist ein solches Detail nicht unbedeutend.

00:23:15: Zeitungen werden in dieser Zeit regelmäßig zugestellt – man weiß wer welche Zeitung liest Man kennt die Gewohnheiten der Nachbarn, eine aktuelle Ausgabe aus München, die plötzlich in der Nähe eines einsamen Hofes liegt fällt auf.

00:23:30: Vor allem einem Mann wie Andreas Kuba, der ohnehin gerade erst Einbruchspuren und verdächtige Fußspuren entdeckt haben will.

00:23:37: Damit verdichtet sich innerhalb kurzer Zeit mehrere Beobachtungen – ein aufgebrochene Schloss, Spuren an einer weiteren Tür, Fußabdrücke, die zum Hof führen sollen?

00:23:48: Eine fremde Zeitung!

00:23:49: und möglicherweise Geräusche im Haus, denn auch darüber wird später gesprochen.

00:23:55: Am nächsten Tag, dem einundreißigsten März, soll Andreas Kuba und Victoria Gabriel nach Schrobenhausen gegangen sein um Einkäufe zu erledigen.

00:24:06: Dabei sorg Kuba in einer Eisenbahnhandlung von merkwürdigen Vorkommnissen auf Hinterkäife.

00:24:11: erzählt haben vom nächtlichen Geräuschen auf dem Dachboden vielleicht auch von einem Rind, das nachts losgebunden oder auf eine Weise aus seiner Anwendung gekommen sei.

00:24:23: Nach anderen späteren Berichten soll Victoria Gabriel in einem weiteren Geschäft ähnliche Dinge erwähnt haben.

00:24:30: aber auch hier müssen wir vorsichtig sein.

00:24:33: weder dass genaue Datum dieser Einkäufe noch der exakte Inhalt dieser Gespräche ist sicher belegt.

00:24:40: Die entsprechenden Aussagen stammen erst aus dem Jahr neuzer dreißig und beruhen teilweise auf Hörnsagen.

00:24:48: Trotzdem fügen sich diese Berichte in ein Bild ein, das sich im Nachhinein kaum ignorieren lässt.

00:24:55: Offenter Kaifek scheint es in den letzten Tagen vor der Tat etwas nicht gestimmt zu haben.

00:25:01: Etwas hat Andreas Krober aufmerksam gemacht – vielleicht sogar nervös!

00:25:06: Aber wir wissen nicht wie ernst er selbst die einzelnen Beobachtungen nahm….

00:25:10: Vielleicht glaubt er in einen einfachen Einbruchsversuch.

00:25:13: Vielleicht hielt er die Geräusche für Tiere, vielleicht gab es für jeden dieser Beobachtungen eine harmlose Erklärung – das wissen wir heute nicht!

00:25:21: Was wir wissen ist dass am Nachmittag des einundreißigsten März eine neue Person nach Hinterkäfige kommt und damit sind an diesem Abend sechs Menschen auf dem Hof.

00:25:31: Gegen halb fünf trifft Maria Baumgartner ein.

00:25:35: Sie ist vierzig Jahre alt und soll auf Hinterkäfig als neue Markt arbeiten.

00:25:40: Für sie ist dieser Freitag der erste Arbeitstag auf dem abgelegenen Hof.

00:25:45: Maria kommt nicht allein, ihre Schwester Franziska Schäfer begleitet sie nach Hinterkai weg.

00:25:50: Vielleicht trägt sie das Gepäck?

00:25:52: Vielleicht hilft sie ihr dabei sich auf den Hof zurechtzufinden?

00:25:56: Vieles was in dieser Stunde gesprochen wird kennen wir nicht!

00:26:00: Aber wir wissen dass Franziska ungefähr eine Stunde bleibt.

00:26:04: dann verabschiedet sie sich.

00:26:06: Sie verlässt den Hof.

00:26:07: Maria Baumgartner bleibt zurück.

00:26:10: Für die neue Markt beginnt damit ein Arbeitsplatz, den sie kaum kennenlernen wird.

00:26:16: Als Franziska Schäfer den Hof verlässt befinden sich dort Andreas Grober seine Frau Cecilia Victoria Gabriel deren Tochter Cecilia der kleine Josef und Maria Baumgärtner.

00:26:28: sechs Menschen drei Generationen einer Familie Und eine Frau, die erst an diesem Nachmittag zu ihm gekommen ist.

00:26:36: Es ist Freitag der einundreißigste März, nineteenhundertzwanzig.

00:26:40: Der Tag geht langsam in den Abend über.

00:26:43: Auf dem Hof muss noch gearbeitet werden.

00:26:46: Die Tiere stehen im Stall.

00:26:47: Im Wohnhaus wird vermutlich gekocht oder gegessen.

00:26:51: Vielleicht werden noch letzte Handgriffe erledigt bevor die Familie zur Ruhe kommt.

00:26:56: Was genau zwischen dem späten Nachmittag und den Abendstunden geschieht lässt sich nicht mehr rekonstruieren.

00:27:02: es gibt keine Überlebenden Zeugen aus diesem Haus Keine Nachricht, kein Tagebruch.

00:27:08: Keine gesicherte Beschreibung der letzten Gespräche – nur Spuren!

00:27:13: Und die wenigen Dinge, die später am Tatort gefunden werden.

00:27:16: Irgendwann an diesem Abend vermutlich zwischen halb acht und neun Uhr verändert sich alles.

00:27:23: Noch ist es auf Hinterkalfeck dunkel.

00:27:26: Noch stehen die Gebäude still zwischen den Feldern.

00:27:29: Noch weiß denn grüber niemand was auf dem Einöthof geschieht Aber die letzten Stunden der Familie Gruber und Gabriel haben begonnen.

00:27:37: Als die Dunkelheit über Hinterkalfwecke reintricht, scheint zunächst alles sein gewohnten Lauf zu nehmen.

00:27:44: Der Stall muss noch einmal kontrolliert werden – die Tiere benötigen Futter.

00:27:48: im Wohnhaus wird der Tag langsam zu Ende gehen.

00:27:51: Vielleicht sitzt sie Familie noch zusammen?

00:27:54: Vielleicht bereitet sie sich bereits für die Nacht vor!

00:27:57: Was in diesen Stunden tatsächlich gesprochen wird, weiß niemand….

00:28:01: Mit dem Abend des einundreißigsten März neunzehntseinzwanzig verstummt jede Stimme, die davon erzählen hätte können.

00:28:08: Bis heute lässt sich der genaue Ablauf der Tat nicht vollständig rekonstruieren – es gibt keine Augenzeugen, keine Geständnisse und keine eindeutigen Spuren, die jeder einzelne Bewegung des Täters belegen würden.

00:28:22: Was wir heute wissen stammt aus den Ermittlungen, der Verletzung der Opfer und der späteren Rekonstruktion der Kriminalbeamten.

00:28:31: Demnach beginnt das Verbrechen vermutlich im Stadel.

00:28:35: Diamitler gehen davon aus, dass Victoria Gabriel als erstes dorthin gelockt wurde.

00:28:41: Warum sie den Stall oder den Stadel aufsuchte bleibt offen – vielleicht hört sie ein Geräusch?

00:28:46: Vielleicht musste sie nach den Tieren sehen!

00:28:49: Vielleicht rief jemand nach ihr….

00:28:51: All das sind Möglichkeiten, belegen lässt sich keine

00:28:55: davon.".

00:28:56: feststeht lediglich, dass Victoria den Täter nicht im Wohnhaus sondern im Wirtschaftsgebäude begegnet sein dürfte.

00:29:03: Dort schlägt der Täter zu.

00:29:05: Als Tatwaffe dient eine sogenannte Reutauer ein landwirtschaftliches Werkzeug das ursprünglich zum Roden von Wurzeln und Gestrüpfe verwendet wird.

00:29:15: es besitzt einen schweren Eisenkopf und entwickelt bei einem Schlag enorme Fucht.

00:29:21: Dass diese Reuthauer aus dem Besitz der Familie Krober stammt gilt als gesichert.

00:29:26: Der ehemalige Knecht Georg Siegel erkennt das Werkzeug später eindeutig wieder.

00:29:31: Nach den ersten Angriff bleibt es nicht bei einem Opfer.

00:29:35: Nach der späteren Rekonstruktion wird anschließend Cecilia Krober in den Stadel gelockt, auch sie wird dort erschlagen.

00:29:43: Danach trifft es Andreas Kroober – den Mann, den noch einen Tag zuvor von einbruchspuren fremden Fuß abdrücken und einer rätselhaften Zeitung erzählt hatte.

00:29:54: Der Bauer von Hinterkaiwerk stirbt nur wenige Meter vom Stall und Vieh entfernt, an jenem Ort, an dem sich fast sein gesamtes Leben abgespielt hatte.

00:30:03: Als letztes der für Opfer gelangt die siebenjähriges Cecilia Gabriel in den Stadel.

00:30:08: Was genau das Mädchen in diesem Moment erlebt lässt sich nicht mehr sicher feststellen.

00:30:13: Die Verletzungen zeigen jedoch dass sie nach den Schlägen nicht sofort verstorben sein dürfte.

00:30:18: Spätere Untersuchungen liegen nahe, dass sie noch eine Zeit lang gelebt haben könnte.

00:30:23: In ihren Haaren finden die Ermittler ausgerissen Haarbüschel.

00:30:27: Es wird vermutet das sie sich diese in den letzten Stunden selbst ausgerissene hat möglicherweise unter dem Eindruck schwerster Schmerzen oder großer Verzweiflung.

00:30:36: es ist eines der betrückendste Details dieses Falls ohne dass wir wissen wie lange dieses Kind noch gelebt hat.

00:30:44: Die Verleichen werden anschließend im Stadel abgelegt und teilweise mit Häube deckt.

00:30:50: Ob dies geschah, um sie zu verbergen oder aus einem anderen Grund lässt sich nicht sicher sagen – doch damit endet das Verbrechen nicht!

00:30:59: Der Täter oder die Täter begeben sich in das Wohnhaus.

00:31:02: Dort hält sich die neue Markt-Maria Baumgartner auf.

00:31:06: Für Sie ist es der erste Abend offender Kai

00:31:08: weg.".

00:31:09: Sie kennt die Familie kaum, wenige Stunden zuvor hat ihre Schwester sie noch verabschiedet.

00:31:15: Maria befindet sich in ihrer kleinen Kammer.

00:31:18: auch sie wird mit derselben Reuthaue erschlagen.

00:31:21: Anschließend geht der Täter in das Schlafzimmer.

00:31:24: Dort schläft er.

00:31:25: zweieinhalbjähriger Josef Der kleine Junge hat keine Möglichkeit sich zu wehren.

00:31:30: Auch er wird mit der Reuthauer getötet.

00:31:33: Damit sind innerhalb kurzer Zeit sechs Menschen ermordet worden Andreas Gruber, Cecilia Gruber Victoria Gabriel die siebenjähriges Cecilia Gabriel Die neue Markt Maria Baumgartner und der zweijährige Josef.

00:31:50: Wer der Täter war Ob er allein handelte oder ob mehrere Personen beteiligt waren Darauf gibt es bis heute keine gesicherte Antwort.

00:31:59: Doch das Erstaunlichste an diesem Fall beginnt erst jetzt Denn nach allem, was die Ermittlung ergeben verlässt der Täter hinter Kaiweck nicht unmittelbar nach den Morden.

00:32:10: Im Gegenteil!

00:32:11: Vieles spricht dafür dass sich noch mindestens einige Zeit jemand auf dem Hof aufhielt.

00:32:16: In den folgenden Tagen werden die Tiere versorgt.

00:32:19: Die Kühe schien gemolken worden zu sein.

00:32:22: Im Backofen wird später noch frische Asche gefunden.

00:32:25: Als der Zimmermann Michael Pölke am Abend des ersten April am Hof vorbeikommt sieht er sogar Feuer im Backofendrennen.

00:32:33: Gleichzeitig wird er plötzlich von einer Taschenlampe angeleuchtet, eine Beobachtung die bis heute Fragen aufwirft.

00:32:40: Denn Taschenlampen sind im Jahr neunzehnzwanzig keineswegs alltägliche Gebrauchsgegenstände – wer sie benutzt befindet sich zu diesem Zeitpunkt offensichtlich noch auf dem Hof.

00:32:51: Ob es der Täter ist oder eine andere Person lässt sich nicht sagen.

00:32:56: Ebenso unklar bleibt wie lange sich der Teter oder die Täter tatsächlich auf Hitler-Kayfek aufgehalten haben!

00:33:02: Mancher Mittler gingen später davon aus, dass sie den Hof bereits in der Tat Nacht verlassen hatten.

00:33:08: Andere hielten es für möglich, daß sie sich noch mehrere Tage hinweg jemand dort versteckte oder die Versorgung der Tiere übernahm.

00:33:16: Für beide Annahmen gibt es Hinweise.

00:33:19: Einen eindeutigen Beweis gibt es bis heute nicht – feststeht nur eines!

00:33:23: Während in den umliegenden Dörfern der Alltag weitergeht an niemand das Offender Kaifek bereits niemand mehr

00:33:29: lebt.".

00:33:31: Die kleine Cecilia erscheint am nächsten Morgen nicht in der Schule.

00:33:35: Die Familie bleibt im Sonntagsgottesdienst fern, Vertreter, Nachbarn und Besucher wundern sich das niemand öffnet.

00:33:43: doch zunächst glaubt niemand an einen Verbrechen.

00:33:46: Auf einem abgelegenen Bauernhof kommt es immer wieder vor dass die Bewohner auf den Feldern arbeiten oder Besorgungen erledigen.

00:33:54: noch führt keine dieser Beobachtung zu einer Suche.

00:33:58: Erst vier Tage später wird jemand den Hof betreten und entdecken, was sich hinter den verschlossenen Türen verbirgt.

00:34:06: Der Morgen des ersten April-Ninzeintzwanzig beginnt wie jeder andere Samstag.

00:34:12: Auf den Höfen rund um Gröbern, Keifelk und Wangen wartet die Arbeit.

00:34:17: Kühe müssen gemolken werden Tiere brauchen Futter.

00:34:20: Das Feld kennt weder Wochenende noch Feiertage.

00:34:24: Wer in diesen Tagen einen Bauernhof besucht erwartet Leben.

00:34:27: Das Schlagen einer Stalltür.

00:34:29: Das Hofender Bewohner, Rauch aus dem Kamin.

00:34:32: Offenter Kaipek bleibt all das aus.

00:34:35: Zunächst fällt es kaum auf!

00:34:37: Der abgelegene Hof liegt nicht an einer vielbefahren Straße.

00:34:42: Niemand kommt dort zufällig vorbei.

00:34:44: Wer hinter Kaipek aufsucht hat meistens einen bestimmten Grund.

00:34:47: Der erste Hinweis dass etwas nicht stimmt kommt aus der Schule.

00:34:52: Die siebenjährige Cecilia Gabriel erscheint nicht zum Unterricht.

00:34:55: Für ihre Lehrerin ist das ungewöhnlich.

00:34:58: Cecilia gilt als zuverlässig, doch ein einzelner Fehltag ist noch kein Grund zur Sorge.

00:35:04: Auf Bauernhöfen kommt es immer wieder vor dass Kinder wegen der Arbeit oder einer Krankheit zu Hause bleiben müssen.

00:35:11: Auch an diesem Samstag glaubt niemand an einen Verbrechen.

00:35:14: Zur gleichen Zeit machen sich die Brüder Hans und Eduard Chirovski auf dem Weg nach Hinterkäifweg.

00:35:20: Sie vertreten Kaffee und besuchen regelmäßig die Bauernhöfe in der Umgebung.

00:35:25: Zwischen Mittag- und frühen Nachmittag erreichen sie den Einötthof, sie rufen.

00:35:30: niemand antwortet, sie warten noch immer nichts.

00:35:33: Schließlich verlassen sie den Hof wieder.

00:35:36: auch für sie gibt es zunächst eine naheliegende Erklärung vielleicht arbeiten die Bewohner auf den Feldern Vielleicht sind sie unterwegs, vielleicht kommen sie später zurück.

00:35:47: Niemand ahnt, dass die Menschen nach denen sie suchen bereits tot sind.

00:35:52: Der Samstag vergeht am Abend für der Weg des Zimmermanns Michael Plöcke an hinter Kaiweck vorbei.

00:35:58: Was er beobachtet wird später zu einem der rätselhaftesten Hinweise des gesamten Falls.

00:36:03: Als er den Hof passiert brennt im Backofen ein Feuer.

00:36:07: Das allein wäre nichts Besonderes.

00:36:09: Ein Feuer am Ofen bedeutet zunächst nur das jemand Brot backt oder kocht Doch plötzlich wird Plöckl geblendet.

00:36:16: Jemand richtet den Lichtkegel einer Taschenlampe direkt auf ihn – für einen kurzen Moment!

00:36:22: Dann verschwindet das Licht wieder, wer die Lampe hielt weiß man bis heute nicht.

00:36:28: Ebenso wenig wissen wir ob diese Beobachtung tatsächlich mit dem Verbrechen zusammenhängt oder ob sich dafür eine andere Erklärung finden ließe.

00:36:37: Den Ermittlern gibt es später jedenfalls Anlass zu der Vermutung, dass sich nach der Tat noch jemand auf dem Hof aufgehalten habe.

00:36:45: Währenddessen stehen die Tiere im Stall.

00:36:48: Ob sie diesen Tag regelmäßig gefüttert wurden lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen.

00:36:53: einige Hinweise sprechen dafür andere dagegen.

00:36:58: auch die Frage ob die Kühe nach der tat noch gemolken wurden beschäftigt die Ermittler später intensiv.

00:37:03: Der ungepflegte Milchkür leiden bereits nach kurzer Zeit erheblich.

00:37:08: Während die Tiere mehrere Tage völlig sich selbst überlassen gewesen, hätte man deutliche Anzeichen dafür warten können.

00:37:15: Die Spuren auf Hinterkalfelg sprechen jedoch dafür dass ich zumindest zeitweise noch jemand um sie gekümmert haben könnte.

00:37:34: Unter ihnen fehlen Andreas und Cecilia Krober, auch Victoria und die beiden Kinder.

00:37:39: Für eine tief religiös geprägte ländliche Gemeinschaft fällt das auf!

00:37:44: Doch jetzt zieht niemand sofort die schlimmste Möglichkeit in Betracht.

00:37:49: Eine später veröffentlichte Schilderung berichtet sogar einige Freundinnen hätten Victoria zum Gottesdienst abholen wollen und den Hof verlassen vorgefunden.

00:37:59: Ob sich das tatsächlich so geeignet hat, lässt sich heute allerdings nicht mehr belegen.

00:38:04: Diese Geschichte taucht es viele Jahre später auf und findet sich in der ursprünglichen Ermittlungsakten nicht wieder.

00:38:11: Gesichert ist dagegen dass die Familie in der Kirche vermisst wird.

00:38:16: Am selben Tag kommt ein Sohn des Landwirts Jakob Siegel nach Interkaifek – er möchte Schmalz kaufen!

00:38:22: Damals nichts Ungewöhnliches, Bauern handeln häufig untereinander.

00:38:26: Viele Lebensmittel werden direkt auf den Höfen verkauft Doch auch diesmal bleibt der Hof stumm.

00:38:33: Keine Antwort niemand öffnet Er kehrt wieder um.

00:38:37: Noch immer glaubt niemand an ein Verbrechen.

00:38:40: Vielleicht sind die Grobers verreist Vielleicht besuchen sie Verwandte vielleicht arbeiten sie irgendwo außerhalb des Hofs.

00:38:47: Mit jeder Stunde werden die Erklärungen allerdings unwahrscheinlicher Denn auf einem Bauernhof kann man nicht einfach mehrere Tage verschwinden.

00:38:56: Das Vieh braucht täglich Futter, die Kühe müssen gemolken werden – ein Hof lebt von seinem Rhythmus.

00:39:03: und genau dieser Rhythmusschein darf hinter Kaiwegg plötzlich unterbrochen.

00:39:07: Am Montag, dem dritten April führt der Postbote Josef Meier seine gewohnte Zustelltour aus.

00:39:13: Seit Jahren bringt er die Zeitung nach Hinterkaiwegg.

00:39:15: wie immer steckt er sie an das Küchenfenster.

00:39:18: später erinnert er sich an einen Detail dass ihm damals bereits aufgefallen war.

00:39:24: Normalerweise standen der Kinderwagen des kleinen Josefs in der Küche, oft hatte Maier durch das Fenster beobachtet wie sich der Wagen leicht hin und her bewegte.

00:39:34: er erzählte später ich steckte die Zeitung wie sonst auch ans Küchenfenster.

00:39:39: aufgefallen ist mir nur dass ich bei diesem Gang den Kinderwagen nicht in der Kirche wie sonst stehen sah.

00:39:46: Die Küchentür selbst war halb geöffnet.

00:39:49: Damals bemisst dieser Beobachtung niemand eine größere Bedeutung bei.

00:39:54: Er geht wieder!

00:39:55: Erst nach der Entdeckung der Leichen wird ihm klar, dass dieser scheinbar gewöhnliche Zustellgang einer der letzten Kontakte mit hinter Kai weg gewesen war.

00:40:04: Inzwischen sind bereits vier Tage vergangen.

00:40:07: Vier Tage in denen niemand mehr lebend mit den Bewohnern gesprochen hat.

00:40:12: Viertage in denen Besucher wieder umkehren.

00:40:14: Vierte Tage voller kleiner Hinweise – jeder einzelne für sich genommen unscheinbar.

00:40:20: Zusammen ergeben sie jedoch ein Bild, das immer beunruhigender wird.

00:40:25: Am nächsten Morgen wird schließlich einen Mann den Hof betreten der eigentlich aus einem anderen Grund gekommen ist.

00:40:31: Er ist nicht auf der Suche nach der Familie – er will lediglich einen Motor reparieren!

00:40:36: Doch genau dieser Auftrag wird schliesslich dazu führen dass hinter Kaiwegg sein Schweigen nicht länger bewahren kann.

00:40:44: Es ist Dienstag der vierte April, Vier Tage sind seit der Tat vergangen.

00:40:51: Während die Bewohner, der umliegenden Dörfer ihren Alltag nachgehen, liegt Sintakeifek noch immer verlassen zwischen den Feldern.

00:40:59: Von außen wirkt der Hof ruhig – fast so als wäre niemand zu Hause!

00:41:04: An diesem Morgen macht sich Albert Hofner auf dem Weg nach Sintakifek.

00:41:09: Hofner ist Monteur und sein Auftrag ist klar.

00:41:12: Der Dieselmotor auf dem Hof bereitet Probleme.

00:41:15: Eine defekte Zylinderkopfdichtung soll ausgetauscht werden.

00:41:18: Bevor er den Hof erreicht, hält der in Wangen an.

00:41:21: Dort spricht er noch etwa eine halbe Stunde mit dem Bürgermeister Krieger und erzählt ihm wohin ihn seine Arbeit an diesem Tag führt.

00:41:29: Eine beiläufige Unterhaltung.

00:41:31: Niemand ahnt dass sie später für die Ermittlung von Bedeutung sein wird.

00:41:35: Gegen neun Uhr erreicht Albert Hofner schließe sich hinter Kai Heck.

00:41:39: schon beim Betreten des Grundstücks fällt ihm etwas auf.

00:41:42: das Gartentor ist verschlossen.

00:41:45: Er versucht deshalb auf einem anderen Weg zu den Bewohnern zu gelangen und geht um das Haus herum.

00:41:51: Die Hintertür ist ebenfalls verschlossen, er blickt durch das Fenster der Küche – niemand!

00:41:57: Er schaut in Richtung Stall.

00:41:59: auch dort sieht er niemanden.

00:42:01: Nur der Hund macht auf sich aufmerksam, er bellt.

00:42:04: aus dem Inneren des Hauses hört Hofner außerdem das Prülen der Rinder.

00:42:08: für einen Bauernhof ist es ungewöhnlich Nicht das Problem selbst, sondern dass niemand erscheint obwohl er ein Fremder auf dem Hof unterwegs ist.

00:42:17: Hofner wartet!

00:42:18: Vielleicht so denkt der arbeiten die Bewohner auf den Feldern und kommen gleich zurück?

00:42:23: Etwa eine Stunde verbringt er unter einem Apfelbaum auf der Westseite des Hauses.

00:42:28: Mehrfach pfeift er laut durch die Finger – ein Signal, das auf den Höfen damals jeder kennt doch niemand antwortet.

00:42:36: Schließlich entscheidet er sich seine Arbeit trotzdem zu erledigen.

00:42:40: Über das kleine Motorhäuschen verschafft er sich Zugang zu dem Motor.

00:42:44: Dort arbeitet der mehr als vier Stunden, erschraubt, erhemmert, er pfeift und singt während der Reparatur.

00:42:52: Am Ende lässt er den Motor sogar probeweise laufen – Der Lärm müsste auf dem gesamten Hof zu hören gewesen sein!

00:42:59: Wenn sich jemandem Wohnhaus aufgehalten hätte, wäre ihm der Monteur kaum entgangen.

00:43:03: Doch niemand erscheint.

00:43:05: Als die Reparatur abgeschlossen ist, verschließt Hofner das Mutterhäuschen wieder sorgfältig.

00:43:11: Dann geht er erneut über den Hof.

00:43:13: Jetzt bemerkt der etwas dass ihm zuvor entgangen war.

00:43:16: Das große Stadeltor steht weit offen.

00:43:19: Später wird er aussagen.

00:43:20: Die steunen Tür haben allerweite offen gestanden.

00:43:24: Langsam nähert er sich Bis auf wenige Meter.

00:43:27: Er bleibt stehen.

00:43:28: Vielleicht erwartet er endlich jemandem anzutreffen Doch er betritt den Stadeln nicht.

00:43:34: Heute wissen wir, nur wenige Meter von ihm entfernt liegen zu diesem Zeitpunkt bereits vier Tote.

00:43:41: Ohne es zu ahnen, dreht Hofner wieder um.

00:43:44: Er geht weiter zur Haustür.

00:43:46: dort erwartet er die nächste Überraschung.

00:43:48: der Hund befindet sich nun nicht mehr am Haus erst draußen vor der Haustüre angebunden.

00:43:54: auch das ist merkwürdig.

00:43:56: Als Hofner einige Stunden zuvor angekommen war, hatte der Hund noch aus dem Haus heraus gebellt.

00:44:02: Jetzt steht er draußen!

00:44:05: Die Haustür bleibt jedoch verschlossen – niemand öffnet.

00:44:08: Albert Hofner verlässt schließlich den Hof.

00:44:11: Zunächst fährt er nach Kröbern.

00:44:13: Dort begegnet er zwei Töchtern von Lorenz Schlittenbauer.

00:44:17: Er erzählt ihnen, dass der Motor nun wieder funktioniere, auch wenn da Kai Heck jedoch niemand anzutreffen gewesen sei….

00:44:24: Diese Nachricht erreicht wenig später auch Lorenzschlittenbauer selbst.

00:44:28: Er reagiert sofort, zunächst schickt er seinen sechzehnjährigen Sohn Johann und sein neunjähriger Stiefsohn Josef Dick nach Hinterkalk weg.

00:44:38: Joseph Dick ist ein Schulkamerad der kleinen Cecilia Gabriel.

00:44:43: Die beiden Jungen legen den kurzen Weg zum Hof zurück – sie rufen!

00:44:47: Sie schauen sich um doch auch sie treffen niemanden an.

00:44:51: Als sie zurückkehren und berichten, dass der Hof weiter in Verlassen wirkt, wächst die Sorge.

00:44:56: Jetzt entscheidet sich Lorenz Stüttenbauer selbst nach dem Rechten zu sehen.

00:45:00: Gemeinsam mit den Nachbarn Michael Pöll und Jakob Siegel machen sie sich auf den Weg nach hinter Kaifegg.

00:45:06: Die beiden Jungen begleiten.

00:45:08: sie bleiben später jedoch draußen auf dem Hof zurück.

00:45:12: Die drei Männer betreten zunächst die Scheune.

00:45:15: Sie gelangen durch die Tür des ehemaligen Motorhauses in das Gebäude.

00:45:19: Vor ihnen befindet sich eine weitere Tür.

00:45:22: Sie ist verschlossen, die Männer brechen sie auf.

00:45:25: dann treten sie in den Stadel.

00:45:28: nur wenige Schritte später endet jede Hoffnung.

00:45:31: vor ihnen liegen vier Menschen teilweise mit heubedeckt reglos tot Andreas Krober Cecilia Kroba Victoria Gabriel und die kleine Cecilia.

00:45:43: für einen Moment scheint niemand zu begreifen was er gerade sieht.

00:45:48: Michael Pöll und Jakob Siegel verlassen den Stadel wieder.

00:45:51: Sie gehen hinaus auf den Hof und laufen zur Haustür.

00:45:54: Lorenz Schlittenbauer dagegen geht allein weiter, er durchquert den Stall.

00:45:59: Später wird genau dieser Weg immer wieder Gegenstand von Spekulation werden.

00:46:04: Warum ging er alleine weiter?

00:46:06: Was hoffte er zu finden oder wusste er mehr?

00:46:10: Gesicherte Antworten gibt es darauf.

00:46:12: bis heute nicht!

00:46:14: Als Schlittenbauer wenig später die Haustür erreicht, zieht er einen Schlüssel hervor.

00:46:19: Es ist ausgerechnet jener Hausschlüsse von dem man bis dahin angenommen hatte, er sei verschwunden.

00:46:25: Er steckt ihn in das Schloss.

00:46:26: Tür lässt sich sofort öffnen.

00:46:28: Pöll und Siegel betreten gemeinsam mit ihm das Wohnhaus.

00:46:32: Drinnen herrscht eine bedrückende Stille.

00:46:35: Kein Laut kein Lebenszeichen.

00:46:37: Nur das Knarn der Dielen begleitet ihre Schritte.

00:46:40: Die gehen weiter bis zum Schlafzimmer finden sie den kleinen Josef, tot.

00:46:46: Der zweijährige Junge liegt in seinem Bett.

00:46:49: Für Lorenz Schlittenbauer ist dieser Anblick besonders schwer.

00:46:53: Über Jahre hat er den Jungen als sein Sohn angesehen.

00:46:56: Ob Josef tatsächlich sein leibliches Kind war konnte niemals eindeutig geklärt werden.

00:47:01: Die Gerüchte im Dorf verstummen diesen Moment.

00:47:05: Vor ihnen liegt kein Streit um eine Vaterschaft.

00:47:08: vor ihnen liegt ein Todeskind.

00:47:11: Wenige Schritte weiter öffnen sie die Tür zu der kleinen Kammer, auch Maria Baumgartner liegt dort.

00:47:18: Sie war erst vier Tage zuvor nach in Dakai weggekommen.

00:47:21: Ihr erster Arbeitstag auf dem Hof wurde zugleich Erletzter.

00:47:25: Innerhalb weniger Minuten wird den drei Männern das Ausmaß des Verbrechens bewusst – sechs Menschen eine ganze Familie ausgelöscht!

00:47:34: Michael Pöll und Jakobs Liegl verlassen den Hof.

00:47:38: Gemeinsam mit dem neunjährigen Josef Dick entfernt sie sich von dem Tatort.

00:47:42: Lorenz Schlittenbauer bleibt zurück, allein im Haus, erwartet auf das Eintreffen der Behörden.

00:47:49: Inzwischen werden die umliegenden Orte alarmiert.

00:47:52: Bürgermeister Krieger aus Wangen erhielt die Nachricht und verständigt die Gendarmerie in Hohenbad.

00:47:58: Ein weiterer Bote wird nach Weithofen geschickt, um von dort aus telefonisch die Polizei in Strubenhausen zu informieren.

00:48:05: – noch bevor die ersten Beamten Eintreffen verbreitet sich die Nachricht wie Einlauffeuer.

00:48:11: Immer mehr Menschen kommen nach Hinterkai weg, Nachbarn neugierige Schaulustige.

00:48:16: viele betreten den Hof einige gehen sogar durch die Gebäude.

00:48:20: Spuren werden verfischt.

00:48:22: Der Tatort verändert sich jede Minute.

00:48:25: Gegen achtzehn Uhr treffen schließlich Bürgermeister Krieger und die Jean-Marie aus Hohenbad ein.

00:48:31: nur wenig später wird auch die Kriminalpolizei in München telefonisch informiert.

00:48:36: Die Polizei aus Schobenhausen übernimmt zunächst die Sicherung des Tatorts und verhindert, dass weitere Schaulöstige das Anwesen betreten.

00:48:45: Am Abend macht sich schließlich eine sechsköpfige Ermittlungsgruppe der Münchner Kriminalpolizei auf den Weg nach Hinterkaifeld.

00:48:53: Unter ihnen befinden sich auch zwei Hundeführer.

00:48:56: Nach Mitternacht erreichen sie Kröbern!

00:48:59: Noch ahnt niemand, dass dieser Fall die Ermittler über Jahrzehnte beschäftigen wird und das viele der Fragen, die sie in dieser Nacht mit nach Interkaifek bringen, niemals beantwortet werden können.

00:49:12: Als am frühen Morgen des fünften April, die Beamte der Münchner Kriminalpolizei hinter Kaifek betreten, liegt eine unruhige Nacht hinter ihnen.

00:49:22: Sie sind erst nach Mitternacht in Gröbern angekommen und haben sich zunächst beim Bürgermeister von Wangen einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse verschafft.

00:49:31: Nun stehen sie selbst auf jenen Hof, über den bereits in der gesamten Umgebung gesprochen wird.

00:49:37: Für Diamitler bietet sich ein schwieriges Bild.

00:49:39: Der Tatort ist nicht mehr im ursprünglichen Zustand.

00:49:43: Noch bevor die Polizei eingetroffen war, hatten zahlreiche Menschen das Anwesen betreten.

00:49:48: Nachbarn, Schaulustige und Helfer waren durch den Stall- und Wohnhaus gegangen.

00:49:53: Einige hatten Gegenstände bewegt andere hatten die Leichen gesehen oder sich im Hof aufgehalten was heute selbstverständlich erscheint ein abgesperrter Tatort.

00:50:02: Spurensicherungsschutzkleidung existiert in Jahr neunzehnzwanzig in dieser Form noch nicht.

00:50:09: Viele Spuren, die den Ermittlern vielleicht hätten helfen können sind bereits verloren.

00:50:14: Dennoch beginnen sie sofort die ersten Vernehmungen.

00:50:18: Zu den ersten Zeugen gehört Lorenz Schlittenbauer Michael Pöll und Jakob Siegel – die Männer, die die Leichen entdeckt haben.

00:50:26: Auf Franziska Schäfer wird die Schwester der Markt Maria Baumgartner befragt.

00:50:31: Ebenso Cecilia Staringer, die ältere Halbschwester Victorias und Bernhard Grober, der Bruder von Andreas Grober.

00:50:39: Jeder berichtet das, was er weiß oder zu wissen glaubt.

00:50:44: Manches deckt sich, anderes widerspricht sich.

00:50:47: Schon in den ersten Stunden zeigt sich dass die Ermittlungen schwierig werden.

00:50:52: noch am selben Tag entstehen die fünf Fotografien die bis heute zu den wichtigsten Dokumenten des Fals gehören.

00:50:58: sie zeigen die Situation um Stadeln nach Auffinden der Leichen und geben den Ermittlern erstmals die Möglichkeit den Tatort festzuhalten.

00:51:07: Ob zusätzlich eine Tatortz-Gitze angefertigt wurde, ist nicht bekannt.

00:51:12: Sollte es sie gegeben haben, ist sie nicht mehr erhalten geblieben.

00:51:16: Am sechsten und siebten April folgen die Obduktionen – nicht in einem Krankenhaus, nicht im Gerichtsmedizinischen Institut sondern direkt auf dem Hof.

00:51:26: Im Innenhof von Hinterkaifeck errichten ja mittler ein provisorisches Tisch.

00:51:31: Dort untersucht der Neuburger Landesgerichtsarzt Dr.

00:51:34: Johann Baptist Aumüller die sechs Opfer.

00:51:38: Am Donnerstag obduziert er Victoria Gabriel, Cecilia Kruber und kleine Cecilia.

00:51:44: Am Freitag folgen Andreas Krober, der kleine Josef und Maria Baumgartner.

00:51:50: Heute wirkt dieses Vorgehen ungewöhnlich.

00:51:53: Damals war es auf abgelegenen Höfen jedoch keineswegs unüblich die Untersuchung unmittelbar am Fundort durchzuführen.

00:52:00: Erstaunlich ist vielmehr, dass die vollständige Obduktionsprodukoll bis heute nicht erhalten geblieben ist.

00:52:06: Ob es verloren ging oder später vernichtet wurde lässt sich nicht mehr feststellen.

00:52:11: Am Samstag dem achten April dürfen die sechs Toten schließlich beerdigt werden.

00:52:16: Am Vormittag werden die Serge von Hinterkäifeck nach Weithofen gebracht.

00:52:21: was dort geschieht zeigt welcher Schütterung das Verbrechen bereits wenige Tage nach der Tat ausgelöst hat.

00:52:28: Menschen aus der gesamten Umgebung strömen nach Weithofen.

00:52:31: Zeitgenössische Berichte sprechen von rund dreitausend Trauergästen.

00:52:37: Für die ländliche Region ist das eine außergewöhnliche Zahl.

00:52:41: Der Brückenwagen mit den sechs Sergen wird von den gesamten Schuljugend begleitet.

00:52:46: Auf dem Friedhof nimmt Zahra Haas die Aussegnung vor.

00:52:50: Die Erwachsenen werden rechts und links beigesetzt Zwischen ihnen ohne beiden Kinder.

00:52:56: In seiner Predigt spricht der Pfarrer über die biblische Geschichte von Kein und Abel.

00:53:01: Und über die Unfassbarkeit eines Verbrechings, bei dem selbst Kinder nicht verschont wurden.

00:53:07: Anschließend findet in der Kirche der erste Seelen Gottesdienst statt.

00:53:12: Die Kirche ist zu klein.

00:53:14: Viele Trauernde müssen draußen bleiben Doch mit der Beerdigung endet der Fall keineswegs!

00:53:20: Die Ermittlungen laufen weiter.

00:53:22: Wochen werden zum Monaten Monate werden zujahren.

00:53:27: Immer wieder geraten Menschen ins Visier der Mittler, immer wieder entstehen neue Theorien, immerwieder scheinen sich Spuren zu ergeben und verlaufen doch im Nichts.

00:53:37: Währenddessen stellt sich eine ganz praktische Frage – was geschieht mit hinter Kai Fäck?

00:53:43: Am siebten Juni, neunzer zwanzig beschäftigt sich das Amtsgericht Schrobenhausen zunächst mit der Erbfolge.

00:53:49: Sowohl Angehörige der Familie Kuba als auch der Familie Gabriel erheben Ansprüche auf das Anwesen.

00:53:56: Bernhard Kuba, der Bruder von Andreas Kuba bewirtschaftet den Hof nach der Tat zunächst weiter.

00:54:02: Schließlich einigen sich die beiden Familien außergerichtlich.

00:54:05: Die Familie Gabriel übernimmt das Anbesen zu besonderen Konditionen.

00:54:10: Das eigentliche Interesse gilt daher weniger den Gebäuden als den landwirtschaftlichen Flächen.

00:54:16: Das Schicksal des Hofes selbst ist damit jedoch noch nicht besiegelt.

00:54:20: Anfang des Jahres neunzehnundzwanzig treffen Karl Gabriel, Senior und seine Söhne eine Entscheidung.

00:54:27: Hinter Kaifek soll verschwinden.

00:54:29: Mit Unterstützung von Nachbarn beginnen sie die Gebäude abzureißen.

00:54:34: Balken werden entfernt, Mauern eingerissen, Holz- und Baumaterial werden für andere Gebäuden weiterverwendet – doch während der Abrissarbeiten geschieht er das Unerwartetes!

00:54:44: Zwischen den Gebäude-Teilen entdecken die Arbeiter eine Reutauer.

00:54:48: Das Werkzeug ist gut versteckt und es trägt noch immer Blutspuren.

00:54:53: Für Diamitler steht fest, es handelt sich um die Tatwaffe.

00:54:57: Daneben wird ein verrostetes Taschenmesser gefunden.

00:55:00: Außerdem stößt man auf einen angeblich blutverschmiertes Bandeisen das in den späteren Ermittlungen jedoch kaum noch erwähnt wird.

00:55:07: Trotz des spektakulären Fundes bringt die Tatwanfer keine weitere entscheidende Wendung.

00:55:13: Sie beantwortet keine der offenen Fragen, im Gegenteil.

00:55:17: Auch jetzt bleibt unbekannt wer sie dort versteckt hat – die Jahre vergehen!

00:55:22: Doch hinter Kaifek verschwindet nicht aus den Gedanken der Menschen.

00:55:25: In der Mitte des Jahrhunderts befindet sich die Lehre Hansja Blaggart zufällig Lorenz Schlittenbauer an den Überresten des Hofes.

00:55:33: Von den Gebäuden stehen nur noch Keller und Grundmauern.

00:55:37: Schlittenbauern blickt in den offenen Keller hinab.

00:55:41: Als er den Lehrer bemerkt, erschrickt er.

00:55:44: Dann erzählte etwas das zuvor nie bekannt geworden war.

00:55:48: In der Nähe des Leichenfondottes so behauptet er habe jemand versucht ein oder zwei Groben auszuheben – vielleicht so eine Vermutung sollten dort die Leichen vergraben werden?

00:55:59: Ob die Geschichte stimmt oder nicht, lässt sich nicht mehr berprüfen.

00:56:04: Ein Jahr später, in den letzten Jahren bräuchte ein Gebäude nieder auf dem Hof von Lorenz Schlüttenbauer.

00:56:09: Mit dem Feuer gehen auch Unterlagen verloren, die nach seinen späteren Angaben einen Bezug zu hinter Kai Fek hatten.

00:56:16: Darunter soll sich auch ein Schriftstück befunden haben, in dem Victoria Gabriel auf die Unterhaltsansprüche für den kleinen Jose verzichtet habe.

00:56:24: Ob dieses Dokument tatsächlich existierte bleibt unklar!

00:56:29: Der Brandschaden wird vollständig von der Versicherung ersetzt.

00:56:32: Auch die Ermittlungen gegen Schlittenbauer reißen nie ab, immer wieder fällt sein Name.

00:56:38: Immer wieder werden seine Aussagen überprüft.

00:56:41: Am dreißigsten März und seit einunddreißig würde er in München erneut ausführlich vernommen.

00:56:45: Dabei ergeben sich mehrere Widersprüche zu früheren Aussagen.

00:56:49: Für Diamitler reichen sie doch nicht aus um weitere strafrechtliche Schritte einzuleiten.

00:56:55: Ein Tatnachweis gelingt nicht.

00:56:57: Am zweiundzwanzigsten Mai, nineteenunfortzig stirbt Lorenz Schlittenbauer.

00:57:02: Mit ihm verschwindet einer der letzten Menschen die hinter Kaiweck noch aus eigener Anschauung kannten.

00:57:07: und dennoch endet die Geschichte hier nicht.

00:57:10: bis heute wurden unzählige Bücher geschrieben Dokumentationen getreten Akten ausgewertet Theorien entwickelt.

00:57:19: War es ein einzelner Täter?

00:57:21: Waren mehrere Menschen mitteiligt?

00:57:23: Welches Motiv steckt hinter der Tat?

00:57:25: Warum blieb der Täter möglicherweise noch Tage auf dem Hof?

00:57:29: Und weshalb wurde ausgerechnet dieser abgelegene Ein-Öthof zum Schauplatz eines Verbrechens, das bis heute als eins der rätselhaftesten der deutschen Kriminalgeschichte gilt.

00:57:40: Mehr als ein Jahrhundert ist vergangen – Der Hof existiert längst nicht mehr, wo einst Wohnhausstall und Stadel standen erinnern heute nur noch einen Gedenkstein.

00:57:55: Der Wind streicht noch immer über die Felder.

00:57:58: Die Wege sind dieselben geblieben, nur hinter Keifeck selbst ist verschwunden.

00:58:03: Was gebliebend ist, sind die Fragen und die Gewissheit dass manche Geschichten auch nach über einhundert Jahren keinen wirklichen Schlussstrich kennen.

00:58:12: Vielleicht suchen wir deshalb bis heute nach dem Täter weil wir glauben mit seinem Namen endlich einen Schlussstriche ziehen zu können aber vielleicht gibt es diesen Schlussstrichen gar nicht.

00:58:24: Vielleicht gehört hinter Keifig zu den Geschichten, die nie vollständig erzählt werden können.

00:58:29: Weil die wichtigsten Zeugen schon in jener Nacht verstummten.

00:58:33: und genau darin liegt vielleicht das was bleibt – nicht die Spekulation, nicht die Verdächtigen sondern die Erinnerung an sechs Menschen der ein Leben an einem abgelegenen Ort plötzlich endete und deren Geschichte uns auch mehr als einhundert Jahre später noch daran erinnert wie zerbrechlich Sicherheit sein kann.

00:58:54: Ich glaube, genau deshalb lässt uns in der Kaiwegg bis heute nicht los.

00:58:58: Nicht weil alle Antworten fehlen sondern weil wir trotzdem all der offenen Fragen nie vergessen sollten warum oder worum es in dieser Geschichte wirklich geht um sechs Menschen und das was von ihnen geblieben ist.

00:59:12: So wie immer kommen wir am Ende desfalls zu meinen eigenen persönlichen Gedanken.

00:59:18: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Hinterkifake kennen schon mal gehört haben.

00:59:26: Wie gesagt es gibt halt viele Podcaste, Dokumentationen Es gibt eine eigene Wikipedia also unter hinterkifak.net findet man super viel Informationen.

00:59:39: das war für mich auch eine hilfreiche Quelle einfach Und auch wenn das so ein bekannter Fall ist und man ihn einfach kennen gehört hat oder wie auch immer viele Podcaste darüber berichtet haben, fand ich.

00:59:50: Ich muss diesen Fall einfach machen aufgrund dessen dass er historisch sehr sehr spannend ist auch mysteriös und ihr gehört einfach zu was bleibt.

01:00:00: Deshalb habe ich den erzählt und ich hoffe ja es hat euch einfach gefallen.

01:00:06: vielleicht waren doch noch ein paar Informationen dabei die man nicht wusste.

01:00:10: Es gibt sicherlich auch einige von euch, die den Fall nicht kannten und ich hoffe dass ich ihnen gut erzählt habe.

01:00:18: Aber ich denke tatsächlich das sind da Kai Fake weit mehr ist als nur ein ungeklärter Mordfall.

01:00:25: hinter jeder Akte stehen halt echte Menschen mit einem ganz normalen Alltag eine Familie die im Abend schlafen ging und nie wieder einen neuen Tag erleben sollte oder die Magd Maria Baumgartner, die ihren Arbeitstag, also ihren allerersten Arbeitstag hat und zugleich ihren letzten.

01:00:44: Der kleine Josef, die kleine Cecilia, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten!

01:00:48: Ich finde all diese Sachen machen daraus mehr als nur ein Mordfall.

01:00:53: Erschreckend ist zugleich dass eine ganze Familie innerhalb von einer Nacht ausgelöscht worden ist.

01:01:00: Natürlich, wie das glaube ich den meisten geht.

01:01:02: Man fragt sich ja bis heute wer die Tat begann hat Der Schlittenbauer war natürlich also der Lorenz-Schlittenbauer war Ich glaube das ist der Verdächtige schlechthin dass er sich im Nachhinein einfach in Widersprüche verstrickt hat.

01:01:17: Also ich finde das schon alles ein bisschen sehr merkwürdig.

01:01:19: um es tatsächlich sagen für mich also wirklich für mich persönlich Ist er wirklich die Nummer eins der verdächtigen.

01:01:26: und Ja, wenn man sich mit dem Fall beschäftigt denke ich mir welcher Unbeteiligte hätte dort einfach auf den Hof kommen sollen und sechs Leute töten die ihm nichts getan haben.

01:01:39: Also warum?

01:01:40: Es gibt gar keinen Grund.

01:01:43: vor allen Dingen auch dass man kleine Kinder getötet hat Wie gesagt, ist absolut meine persönliche Meinung.

01:01:49: Loren Schittenbauer hatte Gründe also zum einen Josef von dem er nicht wusste ist sein Kind.

01:01:56: das ist nicht sein Kind und ich bin der Meinung er ging am Ende wahrscheinlich ganz stark davon aus dass es aus der Blutstande entstanden ist.

01:02:04: Also er hatte glaube ich tatsächlich die größten Motive also nicht nur den Ärger darüber Dass man ihm nachsagt, dass Joseph sein Kind ist.

01:02:12: für ihn war er das wahrscheinlich dann nicht.

01:02:16: Und natürlich, ah das auch finanzielle Hintergründe.

01:02:18: Wenn man Unterhalt zahlen muss

01:02:20: etc.,

01:02:21: dann ist es halt immer ein Motiv würde ich mal sagen.

01:02:27: Von daher steht meine Meinung dort glaube ich ganz klar fest weil alles andere würde für mich keinen Sinn ergeben.

01:02:34: Und ich bin mir ziemlich sicher, dass aus diesem Grund das man halt wirklich spekulieren kann es in Zukunft wahrscheinlich noch mehr Podcast-Dokumentationen etc.

01:02:44: geben wird weil hinter Kai Weg einfach ein ganz besonderer Fall ist den man nie vergessen wird und auch nicht sollte.

01:02:52: Gern könnt ihr natürlich auch mal eure Meinung dazu kundnen.

01:02:55: Am besten auf Instagram.

01:02:56: unter wasunterstrich bleibt Unterstrich Podcast.

01:03:01: Dort findet ihr natürlich Bilder, vielleicht auch Zeitungsausschnitte je nachdem was zu finden ist.

01:03:07: Veröffentlich ich dort würde mich aber freuen wenn man einfach mal darüber redet was ihr so denkt.

01:03:13: also wer ist euer Verdächtiger?

01:03:15: oder vielleicht habe ja auch ganz andere Theorien?

01:03:18: das würde mich tatsächlich interessieren.

01:03:20: also schreibt mir gerne und dann würde ich sagen Geschichte endet nicht mit einem O-Teil oder einem Datum.

01:03:27: Oft beginnt genau dort die Frage, was von ihr bleibt.

01:03:31: Wenn euch diese Folge gefallen hat freue ich mich natürlich über ein Abo, über eine Bewertung oder einfach über ein paar Kommentare.

01:03:40: vielleicht habt ihr ja Fallvorschläge?

01:03:42: Oder andere Anregen immerher damit lehle sich.

01:03:45: total gerne freue ich auf darüber.

01:03:48: Ansonsten würde ich natürlich sagen vielen lieben Dank fürs Zuhören und macht's gut!

01:03:53: Habt eine schöne Zeit.

01:03:54: vor allen Dingen bleib gesund.

01:03:56: Und dann denkt dran, am Mittwoch wird es zu diesem Fall noch eine, ja nennen wir das mal Wissensfolge geben.

01:04:03: Eine Hinter der Geschichte-Folge.

01:04:06: Vielleicht kennen das einige von euch schon aber das lohnt sich immer dort mit reinzuhören und dann bleibt mir nichts weiter zu sagen.

01:04:12: Macht's gut!

01:04:13: Tschüss.

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